Das war kein Kinderspiel! Die SG Kühnau ist am Donnerstag der erwartet schwere Gegner für den SV Langenweddingen gewesen.

Langenweddingen l Der Meister der Verbandsliga Süd hatte auf dem Weg ins Finale bereits Langenweddingens Liga-Konkurrenten HSV Haldensleben und SG Spergau ausgeschaltet. Der SVL war also gewarnt.

Der Start in die Partie lief eigentlich wie immer. Mario Seifert mit zwei Hüftwürfen und Christian Stark trafen zum 3:0. Beim 6:2 durch Seifert war der Vorsprung auf vier Tore angewachsen (9.). So hätte es weiterlaufen können. Doch die Sülzetaler leisteten sich ungewöhnlich viele Fehlabspiele, nutzten vorne nur einen Bruchteil ihrer Möglichkeiten, warfen den SGK-Keeper berühmt. Einzig Ricardo Schult war mit fünf Treffern ein Lichtblick und erreichte Normalform. Hinzu kam, dass die Kühnauer bei eigenen Angriffen meist Abstand zur SVL-Deckung hielten und dadurch bei Ballverlusten auch ganz schnell wieder hinten waren - der SVL war seiner sonst stets stechenden Konterstärke beraubt.

Nach dem 12:8-Pausenstand verhinderte Krüger mit zwei parierten Strafwürfen (insgesamt waren es sogar drei) noch, dass der Vorsprung schmolz. Doch es blieb dabei, dass vorne viel zu wenig gelang. Selbst in doppelter Überzahl (44.) trafen die Gastgeber nicht. In der 51. Minute gelang Kühnau dann beim 19:20 die erste Führung. Dafür, dass es auch die einzige blieb, sorgte David Stolze mit vier verwandelten Strafwürfen und einem Feldtor bis zum 24:22 (55.). Die SGK verkürzte zwar noch, doch Stefan Schult erzielte den 25:23-Endstand.

Die Ausgangslage für das Rückspiel am Sonntag, 16 Uhr, könnte besser sein, zumal die lautstarken SGK-Fans am Donnerstag schon einen Vorgeschmack auf das lieferten, was den SVL in Kühnau erwartet. Wenn die Deinert-Sieben aber wieder zu Normalform findet, darf gefeiert werden.

SV Langenweddingen: Krüger, Eisenkolb - C. Bzdok, Stolze (9 Tore), R. Schult (5), Bollmann, Schneider, Ebert (2), Schröder, Seifert (4), Heine, Rohr, St. Schult (4), Stark (1).

SG Kühnau: Bösener, Sitte (1), Zimdahl (3), Gatzke (1), Feix, Rieprecht (2), Gabbert (4), Bachmann, Daudert (2), Wiese, Reckzeh (2), Schulz, Auzins (8).

Zuschauer: 250. Schiedsrichter: Näther, Mischinger.