Wulferstedt (sgr) l Viele Entscheidungen stehen zwei Spieltage vor Toreschluss in der Landesklasse 3 nicht mehr aus. An der Spitze steht der verdiente Staffelsieger so gut wie fest. Die Meisterfeier dürfte bei Askania Bernburg II an diesem Wochenende endgültig steigen. Fragt sich nur noch: Wer wird der dritte Absteiger, Alsleben oder doch Osterwieck? Und vor allem, wer sichert sich oben den noch freien Medaillenrang?

Um diese heiße Frage geht es im Spiel des Tabellenvierten gegen den aktuellen Drittplatzierten, wenn die beiden kleinsten Dörfer der Landesklasse gegeneinander antreten. Schackstedt (4.) und Wulferstedt (3.) ähneln sich in dieser Saison zum verwechseln, denn beide haben kontinuierlich Kopf an Kopf die Punkte geholt. In der Hinrunde holte Wulferstedt mit 27 Punkten einen Zähler mehr als Schackstedt (26). Die Bilanz zwischen beiden in der Rückrunde ist identisch, denn sie erspielten sich jeweils 24 Punkte. Zu toppen ist die Saison für beide Seiten nun kaum noch, denn was bisher erreicht wurde, ist in aller Munde und ringt den Gegnern Respekt ab. Atzendorfs Torjäger Tobias Sura etwa äußerte sich Mitte der Woche gegenüber Wulferstedts Pressesprecher so: "Als wir in Wulferstedt waren, haben wie sie als ungemein stark empfunden. Es ist beachtlich, was Wulferstedt nach dem schwächeren letzten Jahr mit beinahe demselben Kader in dieser Saison leistet. Wir hatten gegenüber Schackstedt Pech, denn uns wurde ein aus unserer Sicht reguläres Tor nicht anerkannt. Der SSV macht dann in der 90. den Siegtreffer zum 1:0".

Solch Spielverlauf möchte Wulferstedt (51 Punkte) von vorn herein ausschließen. Die Mannschaft ist gefestigt genug, auf die Auswärtsstärke zu vertrauen. Der dritte Platz ist für Wulferstedt so etwas, wie die kleine Meisterschaft hinter den beiden Riesen und soll mit aller Entschlossenheit verteidigt werden. Theoretische Chancen auf Rang drei hat sogar noch Schlanstedt (46 Punkte). Bei Germania weiß man, dass ein Sieg in Schackstedt (50 Zähler) notwendig ist, um das Ziel zu erreichen. Bei einem Unentschieden hielte man Schackstedt zwar weiter hinter sich, doch wird der SSV am letzten Spieltag bei den schwachen Veckenstedtern nichts anbrennen lassen, während Wulferstedt mit dem SV Westerhausen in einem schweren Spiel eine härtere Nuss zu knacken hätte.

Trainerfuchs Marco Wagner wird ganz sicher dafür sorgen, dass seine hart erarbeiteten vielen positiven Momente mit der Mannschaft am 29. Spieltag noch eine Fortsetzung finden. Das Hinspiel endete 1:4.

Schiedsrichter: Max Grünwoldt