Der FSV Barleben hat vorzeitig die Meisterschaft der Landesliga Nord und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga perfekt gemacht. Die Mannschaft von Stephan Grabinski wurde ihrer Favoritenrolle damit mehr als gerecht.

Barleben l Die Erleichterung war nach dem Schlusspfiff gegen Wernigerode (5:1) deutlich spürbar. Von Beginn an gejagt und seit dem fünften Spieltag an der Spitze des Klassements ließ der FSV über den gesamten Saisonverlauf keinen Zweifel an seiner Stärke. Nach nunmehr sogar 28 Spieltagen (zuletzt 3:2 gegen Förderstedt) sind die Barleber noch immer ungeschlagen (21 Siege, 8 Remis), auch wenn Stephan Grabinski das anders sieht.

"Für mich existiert diese Serie nicht"

"Für mich existiert diese Serie nicht. Ich habe gegen Irxleben verloren." In der Hinrunde verlor der FSV zu Hause gegen den SVI (0:2), bekam die Punkte aber später vor dem Sportgericht zugesprochen. Doch auch mit einer Niederlage in der Bilanz, wären die Barleber das Maß der Dinge in der Landesliga gewesen. Die individuelle Klasse der Spieler machte vor allem in schwierigen Situationen, wie zuletzt in Wernigerode, den Unterschied. "Wir haben nicht immer überzeugend gespielt, waren manchmal auch nicht die Besseren. Aber die Mannschaft ist so gut, dass man auch enge Spiele für sich entscheidet oder mit einem Unentschieden zufrieden ist", stellt Grabinski den Unterschied heraus. Hinzu kam, dass sich alle Verfolger mit Ausnahme von Burg in Regelmäßigkeit Punktverluste leisteten.

Aus einer sicheren Defensive heraus, 21 Gegentore sind mit Abstand Ligabestwert, stellte Barleben jeden Gegner vor Probleme. Manchmal, so wie gegen Wernigerode, spielte der Primus den Gegner auch an die Wand.

Wahrscheinlich bleiben die Barleber sogar ungeschlagen. "Das ist eine Möglichkeit, die man ergreifen muss. Zumindest auf dem Papier ohne Niederlage zu bleiben, schafft man sicherlich nicht jede Saison. Es wäre eine Sache, die hängen bleibt", blickt der FSV-Trainer auf das letzte Spiel voraus. Dabei geht es gegen Calbe (H).

"Traurig bin ich nicht, aber ich hätte gerne noch mehr bewegt in Barleben"

Für Stephan Grabinski endet die Zeit in Barleben im Sommer. Er wird Sportdirektor bei Germania Halberstadt. "Ich war gefühlte 100 Jahre in Haldensleben und bin nicht der Typ, der jedes Jahr die Koffer packt. Aber wenn man die Chance hat, in die Regionalliga aufzusteigen, muss man sie nutzen. Traurig bin ich nicht, aber ich hätte gerne noch mehr bewegt in Barleben", fasst Grabinski sein kurzes Engagement zusammen. Das war mit dem Aufstieg, nur ein Jahr, nachdem er Landesmeister mit dem HSC wurde, sehr erfolgreich.

Ob die Spieler, die Grabinski bisher begleitet haben (unter anderem die Madaus-Brüder, Kreibich, Piele) dem FSV auch ohne ihn treu bleiben, weiß er nicht. "Sie wollen sicherlich weiter zusammen Fußball spielen. Ob das allerdings in Barleben oder woanders passiert, weiß ich nicht. Ich bin voller Tatendrang und gehe voll motiviert an meine neue Aufgabe."