Die Zuschauer auf den Rängen der gut gefüllten Sporthalle "Am Heßberg" haben in der Sachsen-Anhalt-Liga eine hochinteressante und äußerst spannende Begegnung gesehen. Der SV Langenweddingen hat gegen den Güsener HC bis zum Schlusspfiff konzentriert gespielt und sich am Ende über den siebten Heimerfolg (29:25) freuen dürfen.

Langenweddingen. Der Gastgeber erwischte den besseren Start und zog durch Tore von Sebastian Schneider, Stefan und Ricardo Schult, sowie Jörg Friedrich auf 6:3 davon. Doch die Güsener schafften mit großem Einsatz den Ausgleich (6:6). Die Partie blieb eng. Immer wieder klappte das Aufbauspiel von SVL-Kapitän Tim Heine, der mit Kreisanspielen auf Alexander Rohr glänzte.

Doch dann schlichen sich technische Fehler ein, so dass sich Güsen mit einfachen Kontertoren bis auf 13:10 absetzen konnte. SVL-Trainer Markus Deinert nahm eine Auszeit und brachte wieder Ruhe in die Aktionen seines Teams. Die Heimsieben drehte das Spiel. Mit einer knappen 15:14-Führung der Einheimischen ging es in die Kabinen.

Hellwach gingen die Sülzetaler in die zweite Hälfte. Der eingewechselte Carlo Bzdok wirbelte geschickt vor der Deckung und zerstörte den Güsener Spielaufbau. Daraus lief der SVL seine erste und zweite Welle und erspielte sich über 17:14 beim 19:15 einen komfortablen Vorsprung.

Als schon alles auf einen ungefährdeten Heimsieg hindeutete, fanden mehrere "Hundertprozentige" nicht mehr ins Ziel. Güsen nutzte die Schwächephase des SVL und verkürzte Tor um Tor. Beim 22:23 lagen die Gäste sogar wieder vorn. Deinert beorderte Matthias Krüger für den ein wenig glücklos wirkenden Andreas Tischmeyer, der aber zumeist auch von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde, zurück ins SVL-Tor und wechselte zudem Sebastian Schneider und Jörg Friedrich aufs Spielfeld zurück.

Letzterer war es, der das Heft nun in die Hand nahm und mit herrlichen Rückraumtoren seine Qualitäten unter Beweis stellte. Auch in der Deckung wurde nun wieder bissiger verteidigt, den Rest entschärfte der glänzend aufgelegte Krüger. Der SVL ging beim 24:23 wieder in Führung und Carlo Bzdok erhöhte gar auf 26:24. Güsen verkürzte, doch Jörg Friedrich hämmerte das Leder zum 27:25 in den Dreiangel. Die Gäste waren geschockt und dezimierten sich mit Unsportlichkeiten. Der SVL traf zum vorentscheidenden 28:25, natürlich durch den Mann der Schlussphase, Jörg Friedrich. Die Gäste rannten noch ein letztes Mal an, doch Matthias Krüger parierte und leitete einen letzten Konterangriff ein, den Tim Heine mit seinem Wurf aufs leere Güsener-Tor zum 29:25-Endstand abschloss.

Mit diesem Heimerfolg, der mit viel Beifall bedacht wurde, klettert der SV Langenweddingen in der Tabelle auf einen hervorragenden vierten Platz und kann nun mit breiter Brust und viel Selbstvertrauen am Wochenende die Reise zum Auswärtsspiel nach Seehausen antreten.

SV Langenweddingen: M. Krüger, A. Tischmeyer – C. Bzdok (2 Tore), J. Friedrich (6), R. Schult (3), N. Bollmann (3), S. Schneider (1), S. Höppner (1), S. Lange (3/2), F. Kuhle, K. Herrmann (1), T. Heine (2), A. Rohr (3), S. Schult (3).