Der Ball rollt wieder in der Fußball-Verbandsliga. Auf bessere Zeiten als in der zurückliegenden Saison hoffen vor dem ersten Spieltag der Oscherslebener SC und der TSV Völpke.

Landkreis l Vor dem Derby beim Oscherslebener SC am Freitag, 8. August, steht für den TSV Völpke heute der Saisonstart auf eigenem Geläuf an. Gegner ist der Schönebecker SC, ein Verein bei dem in den vergangenen Monaten große Unruhe herrschte.

Nach dem Tod von Funktionär und Sponsor Wolfgang Breitmeier im Winter verließen bis zum heutigen Tag zahlreiche Spieler den Verein. Beendete die Mannschaft die Hinrunde der Saison 2013/14 noch als Dritter (25 Punkte), so holte sie in der Rückrunde nur noch elf Punkte, trat teils nicht einmal an. Auch der TSV Völpke holte drei seiner acht Saisonzähler im Duell mit dem SSC (2:0). Die in Betracht gezogene Fusion mit dem Schönebecker SV wurde (noch) nicht umgesetzt, dafür die zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet. Ihre Akteure verstärken nun zumindest quantitativ das Verbandsligateam. Auch ein neuer - beziehungsweise eigentlich altbekannter - Trainer sitzt auf der Bank, denn Christian Kehr ist zurück im Amt.

Weitaus ruhiger ging es beim TSV Völpke zu. Die Mannschaft hat den Abstiegskampf der zurückliegenden Spielzeit überstanden. Nachdem der Verein dank des Rückzugs der FCM-Reserve in der Verbandsliga bleiben durfte, stand recht schnell fest, dass vom Spielrecht auch Gebrauch gemacht wird. Mit Olaf Frommhagen hat Ingo Herrmanns einen neuen Co-Trainer gefunden. Erstgenannter wird den TSV heute auch in Abwesenheit von Ingo Herrmanns betreuen.

Vor dem Spiel erklärt er: "Ich würde vor der Saison noch keine Mannschaft als Abstiegskandidaten einstufen. Die ersten Spiele sind entscheidend. Für die Jungs wäre es natürlich schön, wenn sie nicht wieder nur gegen den Abstieg spielen, sondern sich vielleicht im Mittelfeld halten können." In Anbetracht der Situation der Schönebecker wäre ein Erfolg gegen sie natürlich wichtig, da sie ebenfalls kaum zu den Topteams gehören. Allerdings erwartet Frommhagen einen taktisch disziplinierten Gegner, der sich der Bedeutung der Partie bewusst ist. Im Kader des TSV fehlen Tobias Grahn und der verletzte Benni Zober. Schiedsrichter Falk Warnecke pfeift die Partie um 15 Uhr an.

Die Oschersleber Elf muss zeitgleich bei Grün-Weiß Piesteritz antreten. Nach einer guten Vorbereitung geht die Mannschaft, in der es bekanntlich in der Sommerpause einen großen Umbruch gegeben hat, unter dem neuen Coach Mirko Sauerbach mit der Zielstellung, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, in die Saison.

Für das heutige Spiel erwartet Sauerbach: "Wir müssen uns gegenüber letzter Woche verbessern und wollen mindestens einen Punkt holen." Bis auf Benjamin Sacher stehen alle Spieler zur Verfügung, auch der letzte Neuzugang, Kai Druschky, den Sauerbach wie folgt beschreibt: "Ein sehr ehrgeiziger, disziplinierter, junger Spieler, der uns weiterhelfen wird." Die Begegnung wird geleitet von Alrik Luther.