Heute ist es wieder einmal so weit: Die beiden höchstklassigen Teams des ehemaligen Bördekreises, Oscherslebener SC und TSV Völpke, treffen im Kreisderby aufeinander.

Oschersleben l Wenn Schiedsrichter Benjamin Petri im Jahnstadion um 18.30 Uhr anpfeift, werden sicher viele Zuschauer die Begegnung verfolgen.

Zwar sind die Völpker mit einem Sieg und die Oschersleber mit einer Niederlage in die Saison gestartet, das erste aussagekräftige Spiel ist aber das Derby. Die Völpker bekamen es zum Auftakt mit dem Schönebecker SC zu tun, der nach dem großen Umbruch ein klarer Abstiegskandidat ist.

Völpkes Co-Trainer Olaf Frommhagen: "Ich musste die Spieler nach dem 5:0 nicht groß auf den Boden zurückholen. Sie wissen selbst wie es ist, gegen den Abstieg zu spielen, und dass es für Schönebeck nicht einfach wird. Der OSC ist aufgrund der Entwicklung ein anderer Gradmesser. Das sieht man schon daran, dass sie in Piesteritz nur 2:1 verloren haben. Ich gehe davon aus, dass sie uns unter Druck setzen wollen, um zu sehen, wie wir reagieren. Der Trainer hat genug Erfahrung, der wird die Mannschaft schon gut einstellen." Im Kader der Völpker fehlen heute nur die Urlauber Sebastian Burchhardt und Tobias Grahn. Trainer Ingo Herrmanns ist nach seinem Urlaub zurück auf der Bank.

OSC-Coach Mirko Sauerbach zollt dem TSV für den Auftaktsieg Respekt: "5:0 muss man erstmal gewinnen, das ist schon eine Hausnummer. Generell hat aber nach dem ersten Spieltag keine Mannschaft Grund, einen Höhenflug zu haben oder den Kopf in den Sand zu stecken."

Hinter den etwas unglücklich verschenkten Punkt in Piesteritz hat Sauerbach einen Haken gemacht und sieht das Positive: "Die Spieler haben nach dem Rückstand Moral gezeigt. Auch wenn es noch ein langer Weg ist, wird das eine Mannschaft werden." Darauf legt der OSC-Trainer auch vor dem Spiel heute, gegen den TSV den Fokus: "Ich konzentriere mich nicht auf den Gegner, sondern auf meine Truppe. Daraus ein Team zu formen, das ist das Wichtigste, auch noch in den nächsten Monaten."

Die Entscheidung darüber, mit welcher Formation die Heimelf starten wird, fiel erst nach dem Abschlusstraining. Ein Fragezeichen steht allerdings hinter dem Einsatz von Maximilian Gerwien.