Bei guten äußeren Bedingungen fanden 330 Zuschauer in Weg in die Heimstätte des SV Hötensleben. Die Derbystimmung elektrisierte den Anhang aus beiden Lagern, die Euphorie war auf beiden Seiten groß.

Hötensleben l Der Spielfilm lässt sich in zwei große Abschnitte einteilen, der erste Abschnitt ging bis zur 35. Minute und zweite ging über den Rest der Spielzeit.

In der Anfangsphase des Spiels gingen beide Mannschaft etwas abwartend an die Sache heran, um vordergründig eigene Fehler zu vermeiden und den Gegner einzugrenzen. Beide Mannschaften begegneten sich mit Respekt.

Die höheren Spielanteile lagen auf Wulferstedter Seite. In diesem Abschnitt hatten die Einheimischen nur durch Deicke eine Torchance. Wulferstedt baute Druck auf und wollte das Spiel bestimmen und gestalten. In der 18. Spielminute wurde der Wulferstedter Wolter durch Peine regelwidrig gestoppt und Schiedsrichter Schulz entschied auf Elfmeter. Dieser wurde von Stadler sicher verwandelt.

Hötensleben begann sich danach energischer zu wehren, aber Wulferstedt stand noch sehr sicher. Der SVH begann zu stürmen, die Angriffe wurden zumeist über Deicke und Kittel vorgetragen. Zacher nahm des Zepter im Spielaufbau in die Hand. Er bestimmte zunehmend Richtung und Rhythmus im Spiel.

Eingangs schon erwähnt, die 35. Spielminute: Foulspiel im Strafraum der Germania, Torhüter Beisch holte Riedl von den Beinen. Schiedsrichter Schulz konsultierte seinen Assistenten und fällte dann die härteste Entscheidung im Fußball: Elfmeter, Rote Karte für Beisch (Vereitelung einer klaren Torchance als letzter Mann) und in der Folge der Ausgleich durch Kittel.

Wulferstedt musste vor der Ausführung des Strafstoßes umstellen, für den schon verwarnten Brunke wurde Ersatztorwart Sievers eingewechselt. Die Gäste verloren ihren Spielfaden. Nach dem Ausgleich produzierte Hötensleben noch mehrere Torchancen durch Riedl (2x) und Kittel. Bis zum Halbzeitpfiff hatte Wulferstedt nur noch eine Kopfballchance durch Behrens.

Der Beginn der zweiten Halbzeit wurde von den Mannen um Kapitän Kittel dominiert und folgerichtig kam es zu weiteren Chancen für Ringling und Zacher. Noch fand der Ball aber nicht den Weg ins Tor. In der 61. Minute erzielte Kittel nach einer feinen Einzelleistung den Führungstreffer für Hötensleben und damit wurden die Weichen auf Sieg gestellt.

In den folgenden sieben Minuten erzielten Ringling und Deicke zwei weitere Treffer für die Gastgeber. Die Gäste mussten ihrer numerischen Unterzahl Tribut zollen, eine energische Gegenwehr kam nicht mehr zu Stande. Im weiteren Verlauf der Begegnung kam es kaum noch zu nennenswerten Aktionen und die Begegnung wurde fair und anständig zu Ende gebracht.

Die am Anfang erwähnte Euphorie auf beiden Seiten fand für den Anhang der Wulferstedter ein jähes Ende und man war wohl auch mit der Leistung der Mannen um Kapitän Dreyer nicht ganz zufrieden.

Am Ende noch ein Dank an den Bauhof der Gemeinde Hötensleben für die vorzügliche Präparierung der Spielfläche.

SV Hötensleben: Koch - Dörge, Künne, Ringling (71. Gumprecht), Deicke (71. Winkler), Riedl, Zacher, Thielecke, Rzehaczek (80. Grube), Kittel, Peine.

Germania Wulferstedt: Beisch - Behrens, Buchholz, Dreyer, Brunke (35. Sievers), Zabel (66. Schrader), Charwat, Stadler, Wolter (80. Reimann), Jahn, Dilge.

Torfolge: 0:1 Stadler (18. FE), 1:1 Kittel (35. FE), 2:1 Kittel (61.), 3:1 Ringling (63.), 4:1 Deicke (68.).

Zuschauer: 330. Schiedsrichter: Schulz (Blankenburg) - Wienecke/Mummert. Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Wulferstedts Beisch (35.).