Landkreis (sku) l In der Verbandsliga kommt es am Sonntag, Anpfiff ist um 14 Uhr, zum großen Börde-Derby zwischen dem TSV Völpke und dem Haldensleber SC.

Für den HSC eine schwierige Aufgabe, da das Team von Trainer Roland Zahn das vorgezogene Spiel gegen den Halleschen FC II mit 0:2 verlor und auch personell seit langer Zeit große Probleme hat. Trotz der schwierigen Umstände bleibt das Ziel gleich: "Wir wollen das Spiel gewinnen, sonst wären wir keine Sportler", gibt Zahn die Marschrichtung seiner Mannschaft vor.

Große Sorgen hat Zahn in Anbetracht des Gesundheitszustandes seiner Mannschaft. Zu der langen Verletztenliste gesellt sich nun auch Sven Hieronymus, der mit einem Fußbruch lange ausfallen wird. Hinzu kommen die gesperrten Stefan Kotulla und Chris Markstein. "Das ist eine Extremsituation. Insgesamt werden uns 13 Spieler fehlen. Das habe ich noch nicht erlebt", sagte Zahn. Trotz der "seit Monaten angespannten Situation" ist Zahn mit dem Saisonstart zufrieden. Sieben Punkte aus fünf Spielen sind zwar nur Durchschnitt, doch der Trainer sieht die Ergebnisse durchaus positiv: "Wir sind im grünen Bereich, gerade wenn man unsere Verletzten berücksichtigt". Zuversichtlich dürfte dagegen den HSC das letzte Aufeinandertreffen gegen Völpke machen, da gewann man das Derby mit 5:0.

Daran will der TSV diesmal etwas ändern, schließlich konnte das Team zuletzt keine Derbys mehr gewinnen. "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass es jetzt mal wieder an der Zeit ist ein Derby zu gewinnen. Besonders vor den eigenen Fans", sagte Völpke-Trainer Ingo Herrmanns. Da kommt ein angeschlagenes Team wie der HSC gerade recht, doch Herrmanns verschwendet keinen Gedanken an den Gegner und deren Verletzten. "Das interessiert mich alles nicht. Wir haben ebenfalls fünf Spieler, die nicht einsatzfähig sind", beschreibt Herrmanns den Zustand seiner Mannschaft. Trotz einiger Ausfälle seiner Stammkräfte ist der Coach zuversichtlich, diese Lücken durch andere gut ersetzen zu können. "Es drängen sich im Training schon einige Spieler auf. Jetzt haben sie die Möglichkeit, sich unter Wettkampfbedingungen zu beweisen", sagte Herrmanns mit Blick auf seine recht junge Mannschaft. Für den TSV ist das Derby zugleich eine richtungsweisende Partie. Gewinnt der TSV das Spiel, dann hat man den absoluten Fehlstart gerade noch abwenden können, bei einer Niederlage bleibt es in den nächsten Wochen der Abstiegskampf.

Beide Seiten werden sich trotz vieler personeller Probleme ein intensives Derby liefern, denn sowohl der TSV als auch der HSC wollen ihren Negativlauf beenden. Drei Punkte, Derby-Sieg und den Trend abwenden - eine schönere Vorstellung kann es für beide Teams nicht geben. SR: Karsten Fettback - Leske, Müller