Die erste Punktspiel-Niederlage nach 36 siegreichen Spielen hat sich der SV Langenweddingen beim Oberliga-Absteiger TSG Calbe gefangen. Eigentlich nicht dramatisch, doch das Zustandekommen und mögliche Folgen hinterlassen Spuren.

Calbe (red) l Das deutliche Endergebnis entspricht nicht dem Spielverlauf. Die Langenweddinger leisteten sich aber zu viele Fehler und fühlten sich durch die Entscheidungen des unerfahrenen Schiedsrichter-Duos klar benachteiligt.

Calbe legte den besseren Start hin und führte schnell 2:0. Danach bekam auch der SVL Zugriff, konnte beim 3:3 ausgleichen. Sebastian Schneider brachte die Strafwürfe unter, Tim Heine und Alexander Rohr trafen aus dem Feld. Doch die TSG blieb über 5:4, 8:5 und 10:7 spielbestimmend. Die Gäste leisteten sich zu viele Fehler im Aufbau, agierten aber zumeist auch in Unterzahl. Hinzu kam ein Foul an Alexander Rohr, dem beim Wurfversuch in den Arm gegriffen wurde. Das Spiel lief weiter, Rohr ging verletzt vom Platz.

Da man kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen auch auf Matthias Scheller verzichten musste, fehlten bereits hier die Alternativen. Hektik kam ins Spiel und Schiedsrichter stellten sich mehr und mehr in den Vordergrund. Es gab eine Disqualifikation gegen die SVL-Bank, nachdem der aufs Feld zurückgekehrte Alexander Rohr umgeboxt wurde. TSG-Spieler Sowa bekam dafür eine Zeitstrafe ausgesprochen. Calbe nutzte diese Phase und zog auf 12:7 davon.

Langenweddingen reagierte und brachte mit Falk Hohmann und Jörg Friedrich neue Leute, beide waren auch sofort erfolgreich. Matthias Knorr gelang es sogar, auf 10:12 zu verkürzen. Dies gab den Gästen Auftrieb. Doch die Hoffnung schwand schnell wieder, denn Friedrich sah für ein nicht von ihm begangenes Foul die Rote Karte. Damit wurde dem SVL auch diese Variante genommen. Ziemlich angefressen und mit einem 14:11-Pausenrückstand ging es in die Kabinen.

Mit neuem Mut und Kampfeswillen kamen die Gäste aufs Spielfeld zurück und verkürzten den Rückstand auf 14:13 und 15:14. Bis zum 20:18 blieb die Partie ausgeglichen. Doch weitere Zeitstrafen und eine weiter Disqualifikation gegen Alexander Rohr bedeuteten für den Gastgeber leichtes Spiel. Calbe zog folgerichtig auf 24:18 davon - eine kleine Vorentscheidung.

Zwar gelangen Tobias Deutscher und dem eingewechselten Christopher Ebert weitere Treffer, doch Calbe verteidigte seinen Vorsprung. Dem SVL ging die Puste aus, im Torabschluss fehlte die letzte Konsequenz. Die TSG konterte die Gäste aus. Beim 28:22 war die Partie entschieden. Calbe feierte am Ende einen verdienten 33:26-Heimerfolg, der aber zu hoch ausfiel

TSG Calbe: Wiederhold, Bertram - Walther (2), Barby, Krause (9), Gieraths, Hulha (6), Kaiser (5), Rätzel, Marschall (3), Weiß, Sowa (8/5), F. Kralik

SV Langenweddingen: Illig, Eisenkolb - Bzdok (1), Schneider (4/4), Ebert (2), Scheller, Knorr (3), Hohmann (3), Friedrich (1), Deutscher (2), Heine (3), Rohr (3), Schult (4/2)

Siebenmeter: Calbe 5/5 - Langenweddingen 8/6; Zeitstrafen: Calbe 9 - Langenweddingen 6; Rot: Martin Sowa (3x2 Minuten, 56:51, Calbe), Jörg Friedrich (26:47 Minuten), Alexander Rohr (3x2 Minuten, 42:15), Bank (22:59 Minuten, alle Langenweddingen).