Am neunten Spieltag der Bördeoberliga haben die 93 Zuschauer beim Spiel ISV Haldensleben gegen den Oscherslebener SC II vergeblich auf Tore gewartet. Beide Seiten gingen mit einem 0:0 auseinander.

Haldensleben l Die Gäste aus Oschersleben fanden gut in die Partie und hatten gleich zu Beginn einige vielversprechende Torchancen. Aber wie schon in den Wochen zuvor, scheiterten die Angreifer der OSC-Reserve bei der Chancenverwertung. "In der ersten Halbzeit war die Spielverteilung klar für uns. Wir hatten auch die besseren Chancen, haben davon aber keine nutzen können", so das Fazit von Peter Bindseil vom OSC II, der Trainer Thomas Klare vertrat, weil dieser in der ersten Mannschaft im Verbandsligaspiel gegen den 1. FC Lok Stendal aushalf.

ISV-Trainer Jens Theuerkauf stimmte der Einschätzung seines Kollegen zu, die Überlegenheit war offensichtlich. "Der OSC hat stark angefangen und war in der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft. Sie hatten auch zwei, drei sehr gute Chancen, die sie hätten machen müssen. Aber das haben sie nicht und somit gehen wir mit einem 0:0 in die Kabine."

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich aber ein völlig anderes Bild. Die Heim-Mannschaft wollte sich mit einem torlosen Unentschieden nicht zufrieden geben und suchte vermehrt den Weg Richtung gegnerisches Tor. Und fast wäre der ISV auch erfolgreich gewesen. Mustapha Camara hatte die erste große Gelegenheit, als er sich nach einer langen Flanke im Laufduell durchsetzte. Den Schuss parierte Schlussmann Christopher Rütze aber glänzend. Dem OSC II gelang es nur noch sporadisch, sich von den Angriffen der Haldenslebener zu befreien. Immer wieder setzte der ISV seine schnellen Leute ein und sorgte damit für reichlich Probleme bei der OSC-Abwehr. Aber die Hausherren ließen viele gute Angriffe erfolglos verstreichen, was für Theuerkauf auch einen anderen Grund hatte: "Wir hätten schneller die Abschlüsse finden müssen. Wir wollten den Ball ins Tor tragen, aber damit gewinnt man natürlich kein Spiel".

Die zweite Vertretung des OSC versuchte sich mit vielen langen Bällen vom gegnerischen Druck zu befreien, ein geordneter Spielaufbau war nur noch selten vorhanden. Hinzu kamen viele Fouls, die den Spielfluss weiter beeinträchtigten. So zeigte Schiedsrichter Danny Dmytriw insgesamt sieben Gelbe Karten. Ein überhartes Match war es dennoch nicht. "Es war ein bissig geführtes Spiel, aber nicht unfair. Es gab natürlich einige knifflige Situationen, wobei mir der Schiedsrichter und seine Linienrichter sehr gut gefallen haben", erzählte anerkennend Bindseil.

Wenn sein Team im zweiten Abschnitt erwähnenswert in Erscheinung trat, dann durch Einzelaktionen oder durch Standards. Aber all das brachte ISV-Schlussmann Maik Schröder nicht aus der Ruhe. Diese Konzentration hätten seine Vorderleute gut gebrauchen können, die weiter selbst beste Chancen ausließen. Gegen Ende des Spiels setzte sich Mathias Wagner auf der linken Seite bis an die Grundlinie durch, flankte in den Fünfmeter-Raum auf Camara, der den Ball aber nicht ins Tor beförderte.

Am Ende blieb es beim torlosen Remis, was für Theuerkauf "ein besseres 0:0-Spiel ist, mit dem wir leben können."

ISV Haldensleben: Schröder - Ulrich, Jacobs (46. Edeling), Tiedge, Bröckel, Meyenkoth, Heider, Kleie (46. Wagner), Noack, Gruhn (60. Müller), Camara.

Oscherslebener SC II: Rütze - Schmidt, Dräger, Hoffmann, Dolle, Wegener, Wulf (85. Winterberg), Hübner (72. Pruhs), Breier, Wenzel (78. Paetzel), Huth.