Wulferstedt (sgr) l Die Wulferstedter Erfolgsserie der letzten Wochen fand ihre Fortsetzung im Spitzenspiel: Germania schlug den Spitzenreiter Schackstedter SV nach allen Regeln der Kunst verdient mit 2:0. Mit einer nach Gäste-Fazit stark kämpfenden, hoch motivierten Germania-Mannschaft und dem "schlechten Geläuf", auf dem in den Augen der Schackstedter ihr gewohntes Kombinationsspiel nicht aufgezogen werden konnte, war dieses Ergebnis sicherlich nicht allein zu begründen. Kämpfen allein reicht nicht aus, um ein Top-Team zu bezwingen. Wulferstedt war vor allem auch die spielerisch bessere Mannschaft.

Ein intensiver Start von beiden Seiten: Schackstedts Rezept war es, kompakt zu stehen, Wulferstedt das Spiel machen zu lassen und blitzschnelle Konter zu fahren. Vor allem Torjäger Elle wurde immer wieder lang geschickt. Wulferstedt gestalte den Gegenpart überaus ansehnlich. Durch sichere Kombinationen und schöne Flankenbälle tauchte Germania häufiger vor dem Tor des nicht immer sicheren Keepers Roman Mach auf. Bei den besagten Nadelstichen der Gäste parierte Beisch gegen Vatthauer stark (12.). Auch nach einem Sondergeld-Freistoß war Gefahr im Verzug (14.).

Jetzt kam Wulferstedts richtig gute Phase. Dreyer, Jahn und Wolter (16., 18., 20.) verzogen jeweils haarscharf. Schackstedt bereiteten die schnellen Kombinationen der Hausherren Probleme. Die Abwehr um Kapitän Pilz war stark beansprucht. Wolter und zwei Mal Jahn überwanden in derselben Szene den bereits am Boden liegenden Mach nicht (39.). Marcus Behrens drosch den Ball nach Eckstoß freistehend knapp über die Latte (40.).

Die Rollenverteilung änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Läuferisch und spielerisch war Wulferstedt in einer Top-Verfassung, wurde der Spielfreude nicht müde. Dreyer und Stadler, wie die gesamte Elf bärenstark, bereiteten auf links die Führung vor. Stadlers flache Eingabe drückte Fabian Dilge am langen Pfosten ins Tor (55.). Es wurde immer spannender, denn Schackstedt musste aufmachen, wodurch sich mehr Lücken für Wulferstedt boten. Wolter scheiterte aus der Drehung am gerade noch reagierenden Torhüter (60.) und verzog nach toller Einzelleistung (67.). Der gewollte Druck der Gäste verpuffte immer wieder am fehlerfreien Stellungsspiel der Hausherren. Dann Freistoß für Schackstedt in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Etwa der Ausgleich? Der Schuss ging in die Mauer, der frische Zabel schnappte sich den Ball, lief frei auf Mach zu, legte quer auf den ebenfalls eingewechselten Jaffke und der auch nach Chancen verdiente Germania-Sieg war perfekt (2:0, 90.+3).

Germania Wulferstedt: Beisch - Behrens, Brunke, Charwat (79. Zabel), Dilge (88. Jaffke), Schrader, Dreyer, Klosa, Stadler, Jahn, Wolter.

Torfolge: 1:0 Dilge (55.), 2:0 Jaffke (90.+3). SR: Sebastian Wienecke - J. Klaus, F. Golla. Z: 152.