Nach einer ernüchternden Woche geht es für den SV Langenweddingen am heutigen neunten Spieltag in der Sachsen-Anhalt-Liga der Männer zum HV Wernigerode.

Langenweddingen l Nach einwöchiger Punktspielpause geht es heute Nachmittag für die Sachsen-Anhalt-Liga Handballer des SV Langenweddingen wieder los. Am neunten Spieltag müssen die Sülzetaler beim HV Wernigerode antreten. Anwurf in der Stadtfeld-Sporthalle ist um 15 Uhr.

Der Gastgeber war zu Saisonbeginn so etwas wie die "Mannschaft der Stunde" und blieb in den ersten beiden Partien ungeschlagen. Doch nach der knappen Heimniederlage gegen Calbe, scheint sich die Erfolgsserie ins Negative gedreht zu haben. Seitdem folgte nur noch der Sieg in Borne, alle vier weiteren Partien gingen verloren. Bei der letzten 28:35-Niederlage in Haldensleben war das sogar sehr deutlich. Mit 6:10 Punkten belegen die Harzer zwar Platz neun in der Tabelle, doch das untere Mittelfeld ist ziemlich eng. Gerade einmal ein Punkt trennt den HVW vom ersten Abstiegsrang.

Anders sieht es da schon bei den Gästen aus. Zwar plagt man sich seit mehreren Wochen mit enormen Personalsorgen herum, doch die Punktausbeute stimmt zufrieden. Irgendwie hat sich das Team durch diese schwierige Lage doch recht erfolgreich durchmanövriert. Mit 12:4 Punkten und Platz drei ist der SVL in der Spitzengruppe der Liga vertreten. Bis Weihnachten sind noch vier Spiele zu absolvieren und dabei sollen möglichst viele Punkte geholt werden.

Das heutige Spiel wird allerdings kein leichtes werden, denn Wernigerode ist auf Wiedergutmachung aus und will mit einem Sieg wieder in die Erfolgsspur zurückkommen. Außerdem wurde vor der Saison im Kader nachgebessert, allein mit Neuzugang Gordon Müller ist man noch spielstärker geworden. Hinzukommt Markus Czaja, der wie Müller ein Spiel auch alleine entscheiden kann. Weiterhin haben sie mit Andreas Wisotzky einen erfahrenen Rückhalt im Tor. Ihm gilt besonderes Augenmerk, denn der Schlussmann war vor Saisonbeginn auch lange Zeit ein Kandidat auf der Torhüterposition beim SVL.

Mut machen dürfte vor allem der Blick in die Vergangenheit, denn die letzten Duelle gewannen ausschließlich die Gäste. Besonders dank der tollen Torhüterleistung und einer starken Deckungsarbeit blieben die Punkte zuletzt beim SVL. Doch die Vorzeichen sind diesmal alles andere als rosig.

In der Vorwoche musste bereits das Pokalmatch in Osterburg verschoben werden, da eine spielfähige Mannschaft nicht zustande kam. Und unter der Woche folgte der nächste Rückschlag. Alexander Rohr wurde am Auge operiert, für ihn ist das Handballjahr 2014 beendet. Ricardo Schult muss wegen seiner Arbeit die Teilnahme am Spiel absagen, Mark Illig fällt aufgrund einer Verletzung ebenfalls aus. Glücklicherweise konnte für ihn Michael Eisenkolb reaktiviert werden.

Das sind allesamt keine guten Voraussetzungen und deshalb sehen sich die Sülzetaler auch ein wenig als Außenseiter. Ziel wird es daher sein, die Chancen konsequent zu nutzen und über den Kampf in das Spiel zu finden. Dabei muss jeder auch seine Aufgaben erfüllen und ein wenig Glück gehört bei einem Sieg natürlich auch dazu. In der letzten Woche fehlte es auf jeden Fall.