Der VfB Blau-Weiß Erxleben hat sich am Sonntag in der "Halle der Freundschaft" die Hallen-Kreismeisterschaft der Bördeliga gesichert. Das entscheidende Spiel gewann das Team von Trainer Lutz Meyer mit 4:1 gegen den Osterweddinger SV.

Wolmirstedt l Schon früh im Turnierverlauf kristallisierte sich heraus, dass der VfB und der Osterweddinger SV den Pokalsieg unter sich ausmachen würden. Beide Vereine gewannen ihre erste Begegnung jeweils mit 2:0. Und auch danach marschierten der VfB und der OSV überwiegend im Gleichschritt. In der zweiten Partie feierten die Blau-Weißen einen 2:1-Sieg über den Domersleber SV, die Sülzetaler ließen dagegen die ersten Punkte liegen. Gegen den SSV Heinrichsberg reichte es nur zu einem 2:2. Danach drehte sich aber wieder das Blatt, als Erxleben nicht über ein 2:2 gegen den Bebertaler SV hinauskam. Der OSV feierte seinerseits einen klaren 3:0-Erfolg gegen Domersleben. Der Rückstand war nun wieder aufgeholt. Fortan gab es für die beiden Kontrahenten nur noch Siege.

Die weiteren Teilnehmer hatten den spielstärksten als auch kämpferisch sehr engagierten Mannschaften nichts entgegenzusetzten. Vielmehr mussten sie teilweise recht deutliche Niederlagen verkraften, wie zum Beispiel Bebertal, das mit 4:1 gegen den OSV verlor. Aber auch Erxleben war weiter in Torlaune und feierte gegen den VfB Oschersleben, der in der Endabrechnung Vierter wurde, einen 3:1-Erfolg.

Und so kam es, wie es kommen musste: In der letzten Partie des Tages trafen Erxleben und Osterweddingen aufeinander, beide hatten 13 Zähler auf dem Konto, der Sieger wurde Kreismeister. In einer äußert giftigen und szenenweise auch überharten Begegnung, in der es zwei Hinausstellungen gab, setzte sich Erxleben mit 4:1 durch und holte den Titel. "Ich denke, die Mannschaft hat heute sehr diszipliniert gespielt und auch die Taktik hat sehr gut gestimmt. Wir sind auch in der Schlussphase, als es etwas hektisch wurde, sehr ruhig geblieben, gerade auch im letzten Spiel. Und ich denke, deswegen ist der Sieg auch hochverdient", sagte Erxlebens Trainer Lutz Meyer. Neben dem Mannschafts-Titel holte sich Erxlebens Angreifer Maik Maliska mit sieben Toren auch noch die Auszeichnungen zum besten Spieler und erfolgreichsten Torschützen.

"Ich habe das nicht erwartet. Ich habe halt gute Spieler, die mir die Bälle gut vorgelegt haben, und ich habe sie dann reingemacht", so Maliska. Vor dem Turnier hatte sich die Mannschaft schon einen erfolgreichen Ausgang erhofft, doch am Ende wurde es deutlich über den Erwartungen: "Wir sind eigentlich mit einer guten Truppe hier angereist, da wir sonst immer personelle Probleme haben. Daher waren wir sehr gut aufgestellt und wollten unter den ersten drei Plätzen sein. Dass es nun zum ersten geklappt hat, ist umso besser", sagte Meyer. Nach Spielende kam es zwischen den Anhängern des VfB und OSV auf der Tribüne zu einer Schlägerei, die sich aber schnell wieder auflöste.