Magdeburg/Wanzleben l Ende Januar ist für die Judoka der Altersklassen U18 und U21 immer ein bedeutender Zeitpunkt. Das wichtigste Turnier des Jahres steht zu Beginn an - so ist es Tradition im Wettkampfkalender. Es geht nicht nur um Medaillen und den Landesmeistertitel, sondern auch um die Qualifikation zu den Mitteldeutschen Einzelmeisterschaften. Dieser Wettkampf stellt dann die Weichen für die Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften (DEM). In diesem Jahr fand die Landesmeisterschaft (LEM) in Magdeburg statt.

Die offizielle Eröffnung erfolgte durch den Vorstand des Judoverbandes Sachsen-Anhalt. Nach zahlreichen Ehrungen wurden die offiziellen Kooperationspartner für die Aktion "Tag des Judo" des deutschen Judobundes benannt.

Für den BSV Wanzleben stand Mike Schrake auf dieser Liste. Der engagierte Judotrainer besucht bereits seit vielen Jahren regelmäßig die Grundschulen des Bördekreises und führt die interessierten Neulinge bis zur ersten Kyu-Prüfung an die Judoregeln heran.

Gleich drei Bördetiger mussten in der sehr stark besetzten Gewichtsklasse bis 66 kg an den Start. Philipp Grill und Niklas Pitschmann trafen hier auf ältere, erfahrenere Gegner und verloren. Paul-Lukas Döppner kam hingegen seine Erfahrung als ältester Jahrgang der U18 zu Gute. Er entschied zwei Kämpfe für sich und verdiente damit die Bronzemedaille. Obwohl Niclas Reichmann seinen ersten Kampf noch etwas zu zaghaft anging, holt er einen Waza-ari-Rückstand (0:5) auf. Schließlich gewann er seine drei Kämpfe durch Festhaltetechniken und sichert sich damit den ersten Landesmeistertitel für die Bördetiger.

Weitere Titel gab es dann in der U18 für Alina Döppner und Max Ksoll sowie in der Altersklasse U21 für Jonas Brehm. Letztgenannter startete als Altersklassen-Aufsteiger in beiden Altersklassen.

Lea Justin Ebbrecht und Josephine Günther standen erstmals bei einer LEM auf der Matte und mussten auch in einer Gewichtsklasse gegeneinander antreten. Lea Justin hatte dieses Mal die bessere Technik und wurde mit einer Bronzemedaille belohnt. Jonas trat als ältester Jahrgang der U18 an. Er lag in seinem ersten Kampf nach einer erfolgreichen Kontertechnik schon mit Waza-ari (5:0) in Führung, verlor dann aber unglücklich durch einen tiefen Seoi-Nage (Schulterwurf) des Gegners den Kampf. Nach einem Sieg und einer weiteren Niederlage reicht es dann noch für Platz drei. Für Robert Berger schien es dagegen keine echte Herausforderung zu geben. Er setzt gekonnt seine Lieblingstechnik Uchi-Mata (Innenschenkelwurf) ein und gewann alle Begegnungen in kurzer Zeit.

Simon Brehm und Lisa Pawelec starten in der U21. Lisa musste wieder gegen altbekannte Gegnerinnen aus Halle und Magdeburg antreten. Sie setzte schöne Wurfkombination an und wurde verdient Landesmeisterin. Simon gewann seinen ersten Kampf mit einem Uchi-Mata. Danach musste er sich im Finale aber einem ehemaligen Sportschüler geschlagen geben. Er wurde Vizelandesmeister.

Die Betreuer Roland Bernhardt und Peter Grill zogen ein positives Fazit: zehn Medaillen bei 13 Startern - das Jahr darf gerne so weitergehen.

Ergebnisse:

Alina Döppner (u18): 1. Platz

Lisa Pawelec (u21): 1. Platz

Niclas Reichmann (u18): 1. Platz

Robert Berger (u18): 1. Platz

Max Ksoll (u18): 1. Platz

Jonas Brehm (u21): 1. Platz

Simon Brehm (u21): 2. Platz

Lea Justin Ebbrecht (u18): 3. Platz

Paul-Lukas Döppner (u18): 3. Platz

Jonas Brehm (u18): 3. Platz