Landkreis Börde (msm) l Mit der Aufstockung der Fußball-Kreisliga auf 16 Mannschaften startete die Staffel 1 erstmalig in die Saison 2014/15. Von den 128 angesetzten Spielen kamen bis Dezember 124 Vergleiche zur Austragung. Zur Begegnung am 27. September in Oebisfelde reiste der Gast aus Elbeu nicht an, so dass diese Partie mit 3:0 Punkten und drei Toren für die Platzherren am "Grünen Tisch" entschieden wurde. Die drei noch offenen Paarungen Klinze/Ribbensdorf gegen Colbitz, Angern gegen Oebisfelde und Süplingen gegen Elbeu sollen heute nachgeholt werden. Zum Pflichtspielstart für alle Teams eine Woche später stehen sich gleich der Tabellenführer Concordia Rogätz und der Zweite 1. FC Oebisfelde gegenüber.

Für die junge Oebisfelder Elf um Trainer Böse werden insbesondere die ersten beiden Spiele zeigen, ob die acht Punkte Rückstand (bei einem Spiel weniger) auf den Spitzenreiter verringert werden können, um den Staffelsieg den Rogätzern noch streitig zu machen. Aber auch der Platz zwei kann unter Umständen zum Aufstieg in die höchste Spielklasse des Bördekreises berechtigen. Hier wollen die Bebertaler sicherlich als gegenwärtig Drittplatzierter (28 Punkte) auch noch ein Wörtchen mitreden. Der Bebertaler SV ist die Tormaschine der Staffel 1 mit 49 eigenen Treffern und damit in dieser Rubrik Spitze.

Chancen zumindest auf Platz zwei sind ebenso der Eintracht aus Ebendorf (27 Punkte) und den Süplingern (25) noch einzuräumen. Die Süplinger sind - und das sei hier ebenfalls lobend erwähnt - klarer Spitzenreiter in der Fairplay-Wertung. Platz zwei in der Fairplay-Wertung und Rang sechs in der Tabelle belegt der HSV Colbitz. Die Colbitzer sind das einzige Team ohne Unentschieden. Für sie gab es entweder Siege (achtmal) oder Niederlagen (siebenmal). Im dichten Mittelfeld angesiedelt folgen der SV Etingen/Rätzlingen (Platz sieben) und der SSV Heinrichsberg (Rang acht). Die Heinrichsberger starteten fulminant mit drei Siegen gegen Weferlingen, Rottmersleben und Etingen/Rätzlingen in die Serie. Das Geschenk des Nichtabstiegs durch die Bildung der Spielgemeinschaft Neuenhofe II/Süplingen II und dem Rückzug der SG Drackenstedt in der abgelaufenen Saison haben die Mannen um Trainer Eckhardt, so scheint es, dankend angenommen. Sie sind nunmehr in der höheren Spielklasse angekommen. Rang neun bekleidet die SG Velsdorf/Mannhausen mit 23 Punkten und einem ausgeglichenen Torkonto. Den einstelligen Platz könnten der SG noch die Elbeuer streitig machen. Aber es ist schon bezeichnend, dass der ehemalige Titelaspirant am dritten Spieltag zu Hause mit 0:7 gegen Bebertal Federn lassen musste und im siebenten Durchgang in Oebisfelde gar nicht antrat. Sicherlich trägt auch zur Unruhe bei, dass dem Verein durch die Stadt Wolmirstedt der Nutzungsvertrag über das Sportgelände gekündigt wurde.

Die Reserve des Verbandsliga-Spitzenreiters aus Barleben hat diesbezügliche Probleme nicht. Sie sollte von Keinem unterschätzt werden, insbesondere dann, wenn das Potenzial aus der Verbandsliga mit abgerufen werden kann. Der gegenwärtige elfte Platz spiegelt sicherlich nicht die Möglichkeiten wider. Die SG Klinze/Ribbensdorf mit zwei Siegen (Weferlingen, Rottmersleben) und einem Remis (Velsdorf/Mannhausen) in die Meisterschaft gestartet, im Pokalwettbewerb mit starken Auftritten in das Halbfinale vorgedrungen, findet sich ein wenig überraschend sicher auch bei der eigenen Anhängerschaft nur auf Platz zwölf der Tabelle wieder. Nach dem Durchmarsch der Bülstringer als Aufsteiger und späteren Staffelsieger der letzten Serie, befinden sich die Neulinge wie der Hallenbeste der Kreisliga VfB Blau-Weiß Erxleben (Platz 13), der MTV Weferlingen (15.) und der SV Börde Rottmersleben (16.) bisher lediglich am Ende der Tabelle. Nur der SV Angern hat sich zwischen diesem Dreigestirn auf Platz 14 eingefunden. Als großes Problem stellt sich gegenwärtig und vor allem zukünftig die Absicherung des Spielbetriebes durch Schiedsrichter und Schiedsrichterassistenten dar. So hatte sich der Kreisfachverband für die zweithöchste Liga des Kreises das Ziel gesetzt, zumindest jede Begegnung mit einem Schiedsrichter und Assistenten zu besetzen. Leider konnte fast ein Drittel (ca. 28 Prozent) der Meisterschaftsbegegnungen in der Staffel 1 nicht mit einem unterstützenden Assistenten für den Unparteiischen angesetzt werden.