Die Winterpause ist für die Bördeoberligisten vorbei, der 17. Spieltag steht auf dem Plan. Viele Mannschaften gehen mit einer gewissen Unsicherheit an die kommenden Aufgaben. Die Vorbereitungen fanden nur sehr eingeschränkt statt.

Landkreis l Für die SG Bülstringen ist es bereits das zweite Spiel nach der Winterpause. Am vergangenen Wochenende gab es eine 0:1-Niederlage beim SV Irxleben II. Nun empfängt die SG den Tabellennachbarn Grün-Weiß Dahlenwarsleben (Anpfiff jeweils um 14 Uhr), der - wie fast alle Mannschaften - nur sehr wenig trainieren konnte.

"Wir konnten nicht groß was machen. Wir mussten auf die Halle ausweichen, doch viel bringt das auch nicht", sagte Dahlenwarslebens Trainer Andreas Mucke und fügte hinzu: "Die Halle ist der Tod für draußen, wir fangen alle wieder bei null an." Personell sieht es auch nicht so gut aus. Torwart Niels Werner ist aus privaten Gründen verhindert, Christian Lessow, Kevin Kaufmann und Nicky Vogler haben Grippe und Fabian Wischeropp fällt mit einer Verletzung aus. "Das sind zwar alles Stammkräfte und es ist schwer, die Ausfälle zu kompensieren, doch jetzt können sich die anderen beweisen."

Mehr von sich zeigen müssen auch die Spieler des ISV Haldensleben, wie es der neue Trainer Heiko Haensch bereits gefordert hat. Im Spiel gegen den SV Kali Wolmirstedt kann der gute Vorsatz gleich umgesetzt werden. Doch auch die Trainingseinheiten des Tabellensiebten waren nicht optimal. "Wir konnten auf unserem Platz relativ schlecht was machen. Deshalb haben wir meist nur auf den freien Flächen trainiert", erzählte Haensch. Damit auch die Vielbeschäftigten etwas an ihrer Form arbeiten konnten, wurde das Training meist auf Sonnabend verschoben. Auch wenn Kali mit zehn Punkten nur Vorletzter ist, so erwartet Haensch doch ein "schweres Spiel" und sieht den Gegner als "Wundertüte."

Der SV Gutenswegen/Klein Ammensleben reist zum Tabellendritten nach Altenweddingen. Heiko Lackert, Trainer des SVG, bezeichnet die Vorbereitung sogar als "katastrophal." Er könne derzeit den Zustand seiner Mannschaft "gar nicht genau beurteilen" und geht davon aus, dass noch zwei bis drei Wochen Training erforderlich sind, um in Form zu kommen. Mit Marco Illies und Sebastian Kittner fehl zwei wichtige Spieler.

Gute Trainingseindrücke sammelte dagegen Michael Feldheim von Blau-Weiß Empor Wanzleben. "Wir konnten bei uns was machen und da hat sich die Mannschaft auch gut präsentiert", sagte Feldheim. Dennoch haben einige Spieler mit Erkältungen zu kämpfen. Im Spiel gegen Seehausen fallen allerdings beide Torhüter aus. Empor steht derzeit mit 14 Punkten auf einem Abstiegsplatz, aber dennoch wolle man versuchen, "in Seehausen etwas mitzunehmen."

Der Oscherslebener SC II empfängt den Flechtinger SV. Dieser hat sich mittlerweile ein Stück von den Abstiegsplätzen entfernt und liegt mit 18 Punkten nur vier hinter dem OSC II. Das Hinspiel hatte Flechtingen mit 0:2 verloren, doch das Team präsentierte sich zuletzt weitaus stärker. Vor der Winterpause gab es einen 1:0-Erfolg über Niederndodeleben.

Schlusslicht Ummendorf trifft auf den SSV Samswegen, der sich ebenfalls leicht von der gefährlichen Zone abgesetzt hat. Im Vergleich zur unmittelbaren Konkurrenz zeigt sich der SSV besonders bei den Auswärtsspielen erfolgreich. Von 18 Punkten holte das Team elf in der Fremde. Gleichzeitig ist Ummendorf heimschwach (4 Punkte).

Für den SV Irxleben II geht die Reise zum Haldensleber SC II. Irxleben hatte bereits seinen Auftakt und war erfolgreich. Auch der HSC II hätte am letzten Sonnabend spielen sollen, doch das Nachholspiel gegen Kali Wolmirstedt ist erneut verlegt worden. Dagegen testete das Team von Daniel Fest gegen Grün-Weiß Potzehne und verlor mit 0:2.

Zu guter Letzt treffen Niederndodeleben und Eintracht Gröningen aufeinander. Nach der Hinrunde gehört die Eintracht ohne Umschweife zu den Abstiegskandidaten, der TSV dagegen zur Spitze der Liga - auch wenn es zuletzt von drei auf vier ging. Zwar verlor Gröningen das letzte Spiel gegen Seehausen knapp mit 2:3, doch der Auftritt sollte der Mannschaft Mut für die kommenden Aufgaben geben.