Den Titel "Man of the Match" hat sich am Sonntag Stefan Schult verdient. Mit seinen 14 Treffern hatte er einen großen Anteil am Sieg des SV Langenweddingen im Spitzenspiel der Sachsen-Anhalt-Liga gegen den BSV Magdeburg (Artikel nebenstehend) und erhielt ein Extra-Lob von Trainer Markus Deinert. Mit dem Rückraumspieler, der nach längerer Pause erstmals wieder im SVL-Trikot auflief, unterhielt sich die Bördesport-Redakteurin Stefanie Brandt.

Volksstimme: Herr Schult, in dieser Saison haben Sie nur sehr wenige Spiele für den SV Langenweddingen bestritten. Woran liegt das?

Stefan Schult: Ich bin Polizist und muss derzeit wegen Fußballspielen und Demonstrationen fast jedes Wochenende arbeiten. Auch für die nächsten Wochen sieht es leider nicht gut aus. In der vergangenen Saison war ich immerhin noch bei der Hälfte unserer Spiele dabei. Das kann ich in diesem Jahr wohl leider noch unterbieten.

Nach einer so langen Spielpause tun sich viele Sportler damit schwer, wieder ins Team zu finden. Bei Ihnen scheint das nicht der Fall zu sein, oder täuscht der Eindruck, den Ihre 14 Tore machen?

Nein, der Eindruck täuscht nicht. Ich habe schnell, gut ins Spiel gefunden. Das liegt sicher auch daran, dass ich in letzter Zeit sehr regelmäßig zum Training konnte. Ich bin inzwischen schon ein echter Trainingsweltmeister. Es haben am Sonntag aber alle meine Mitspieler gut mitgearbeitet, so war es auch für mich nicht schwer, in die Begegnung reinzufinden.

Der Sieg wurde von Fans und Spielern wieder ausgelassen gefeiert. Ist die Motivation gegen den BSV besonders groß?

Auf jeden Fall! Diese Spiele sind immer sehr hitzige Derbys. Zusätzliche Motivation war für uns dieses Mal, dass der BSV aufgrund der vorangegangenen Ergebnisse scheinbar relativ fest mit einem Sieg gerechnet hatte.