Die Baskets Wolmirstedt sind mit einem Sieg in die diesjährigen Playoffs zur Landesmeisterschaft gestartet. In eigener Halle bezwangen die Mannen um Rückkehrer Steffen Rothkirch den USC Magdeburg mit 72:64 (35:27).

Wolmirstedt l Endlich klingt wieder die Stimme des Hallensprechers "Playoffs Baby" durch die "Hölle der Freundschaft" und zeigt an, was die Stunde für die Baskets und deren Fans geschlagen hat. Die Playoffs bedeuten für Spieler wie für Fans sehr emotionale und intensiv geführte Spiele. Das erste Spiel im Halbfinale der Serie Best-of-Three gegen den USC Magdeburg versprach viel und hat alles gehalten. Die Baskets holten sich den Sieg vor begeisterten Fans.

Von Beginn an schenkten sich beide Teams nichts und versuchten hoch motiviert dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. In der zweiten Minute ging der USC Magdeburg mit 0:2 in Führung. Das sollte die einzige Führung der Magdeburger in diesem Spiel sein, denn ab nun übernahmen die Baskets die Regie. Obwohl mit Rene Schneider, Mathias Cotte und Henry Dieringer gleich drei wichtige Spieler an diesem Abend fehlten, war dies nicht zu spüren. Zudem kehrte mit Steffen Rothkirch ein Langzeit-Verletzter ins Team zurück und sorgte für Entlastung. Hier macht sich der tiefe Kader der Baskets bemerkbar, der solche Ausfälle problemlos kompensieren kann.

Die Partie entwickelte sich im ersten Viertel genauso, wie es alle erwartet hatten. Die Baskets übernahmen zwar das Spiel, konnten sich aber nie richtig absetzen. So endete das erste Viertel mit 18:15 für die Baskets. Im zweiten Abschnitt setzten sich die Hausherren langsam aber sicher etwas vom USC ab. Erschwerend kam für die Magdeburger hinzu, dass sich Schlüsselspieler Vlodymyr Ivanov den kleinen Finger brach. Doch hier zeigten die Magdeburger Moral und kämpften weiter um jeden Ball. Am 35:27 zur Halbzeit konnten sie nichts ändern.

Nach der Halbzeit machten die Baskets da weiter, wo sie im zweiten Viertel aufgehört hatten. Eine harte Defense leitete die Angriffe ein. So kam der Motor nie ins Stottern. Die beiden Center Andreas Herbst und Torsten Ramme sammelten zuverlässig die Rebounds ein. Dabei holte Torsten Ramme vor allem unter dem Korb des Gegners viele Offensivrebounds und konnte diese zu Korberfolgen ummünzen. Am Ende des dritten Viertels lagen die Wolmirstedter elf Punkte vorn (56:45). Irgendwie spukte bei vielen Fans noch in den Köpfen, dass die Baskets oftmals ein gewonnen geglaubtes Spiel spannend machten und eine sichere Führung verspielten. Doch nicht an diesem Abend. Die Gäste konnten den Spielstand noch einmal verkürzen, doch die Baskets hielten dagegen und freuten sich so am Ende über den verdienten 72:64-Erfolg.

Nach dem Spiel war allen klar, dass hier ein Team gewonnen hatte. Alle Spieler haben aufopferungsvoll gekämpft und es war zu keiner Zeit zu spüren, dass die Qualität im Spiel sinken würde. Bereits am kommenden Wochenende können die Baskets mit einem Sieg in Magdeburg den Einzug ins Finale der Playoffs perfekt machen.

Für die Baskets spielten (Punkte, Dreier, Rebound): Kevin Krah (0,0,2); Julian Köhlert (9,0,0) Marcus Hissnauer; Marcel Albrecht (4,0,7); Max Brennecke (9,0,3); Carsten Mogk (6,2,0); Tortsen Ramme (11,0,6); Steffen Rothkirch (9,0,2); Christian Arndt (4,0,4); Benny Passier (5,1,0); Marcus Reimann (9,1,3); Andreas Herbst (6,0,10).