Florian Switala gehört zweifellos zu den besten Torhütern in der Verbandsliga. Volksstimme-Sportredakteur Christian Meyer sprach mit dem 24-Jährigen über den Rückrundenstart, die Zukunft und den neuen Trainer beim Haldensleber SC.

Volksstimme: Florian, am Sonntag habt ihr die ersten drei Punkte in der Rückrunde geholt. Wie erleichtert bist du?

Florian Switala: Die Erleichterung war natürlich riesengroß, weil wir wussten, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen, und mit diesem Druck sind wir auch in die Partie gegangen. Außerdem waren wir in den Spielen davor immer nah dran, die ersten drei Punkte in der Rückrunde zu holen und das ist uns zum Glück jetzt gelungen.

Volksstimme: Zuvor habt ihr gegen Preussen und Piesteritz trotz guter Leistung wertvolle Zähler liegen lassen. Gibt es Gründe dafür?

Switala: Ob es dafür bestimmte Gründe gibt, weiß ich nicht. Ich würde das als Pech und zum Teil mangelnde Erfahrung bezeichnen. Bei Preussen Magdeburg war es natürlich sehr bitter, wenn man den Elfmeter in der 91. Minute hält, der wiederholt werden muss und man dadurch verliert. Da kann man auch sagen, dass man ungerecht behandelt worden ist.

"Wir können aus solchen Fehlern nur lernen"

Gegen Piesteritz war das Gegentor einfach sehr unglücklich in der Entstehung, wo wir den Ball leichtfertig im Mittelfeld hergeben, obwohl wir ihn nur auf die Tribüne schlagen müssten. Aber da wir noch eine sehr junge und unerfahrene Mannschaft haben, können wir aus solchen Fehlern nur lernen und werden dieses auch tun, schon im Hinblick auf die neue Saison.

Volksstimme: Was denkst du, ist mit der Mannschaft in der Rückrunde noch möglich? Was ist dein Ziel?

Switala: Ich denke, dass wir am Ende der Saison zwischen Platz sechs und acht stehen sollten. Mein Ziel ist es natürlich, dass es für jeden Gegner schwer wird gegen uns zu gewinnen und das wir uns von Spiel zu Spiel steigern, besonders in der Offensive.

Volksstimme: Ist es momentan schwierig sich zu motivieren? Der Klassenerhalt dürfte sicher sein, zudem kommt bald ein neuer Coach.

Switala: Die Frage mit der Motivation stellt sich für mich überhaupt nicht, weil ich jedes Spiel gewinnen will oder wir als Mannschaft jedes Spiel positiv bestreiten wollen. Außerdem geht es für die gesamte Mannschaft darum, sich für die neue Saison zu empfehlen. Mit einem neuen Trainer fangen auch alle wieder bei null an und müssen sich neu beweisen, um dann regelmäßig zu spielen.

"Es geht darum, sich für die neue Saison zu empfehlen"

Volksstimme: Am Sonntag war der neue HSC-Trainer Thomas Schulze bereits im Waldstadion. Was macht er für einen Eindruck auf dich?

Switala: Thomas Schulze war ja nicht zum ersten Mal bei einem Spiel von uns zuschauen, er war bisher bei jedem Heimspiel vor Ort, was ich sehr positiv empfinde. Wir hatten bisher noch nicht so die Möglichkeit, um uns länger zu unterhalten. Aber ich glaube, dass er genaue Vorstellungen hat, wie er in der neuen Saison Fußball spielen lassen will.

Volksstimme: In der Winterpause hieß es zunächst, du würdest den Verein verlassen. Warum bist du am Ende doch geblieben?

Switala: Stimmt, das hatte ich auch erst vor gehabt. Nach dem ich einige Gespräche mit der Abteilungsleitung hatte, die positiv verlaufen sind und ich länger darüber nachgedacht habe, habe ich mich dazu entschlossen, doch beim HSC zu bleiben. Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung, weil ich mich richtig wohl fühle und das auch positiv meiner Leistung zugutekommt.