Haldensleben/Schönebeck (mke) l Die Auswärtsaufgabe beim Tabellenletzten aus Schönebeck gestaltete sich schwieriger als erwartet. Den Haldensleber SC erwarteten nicht nur eine defensive SSC-Elf und herbstliches Wetter, sondern auch ein sicherlich nicht verbandsligatauglicher Nebenplatz mit Bodenwellen und fraglichen Mindestmaßen.

Vom Anpfiff an agierte der Tabellenletzte äußerst mutig und nahm redlich am Spielgeschehen teil. Somit wurde es dem HSC schwer gemacht, mit Platz und Gegner klar zu kommen. Nach acht Minuten versuchte es Tim Girke das erste Mal mit einem Torabschluss, doch Becker im SSC-Gehäuse war zur Stelle. Der HSC war stets bemüht das Spiel zu gestalten, hatte offensiv aber nach 15 Minuten wenig zu bieten. So war es der Gastgeber selbst, der die erste gute Möglichkeit besaß. Soethes Kopfball (15.) ging knapp an Switalas Tor vorbei.

Von nun an fand der HSC besser ins Spiel und die Kombinationen wurden gefälliger. Zunächst versuchte es Marcel Helmecke (20.) aus gut 30 Metern, sein Strahl streifte ebenfalls knapp am Pfosten vorbei. Nachdem sich Daniel Helmecke (26.) aus der Distanz und Rene Hasse (31.) per Kopf versuchten, sollte wenig später die erlösende Führung für den HSC fallen. Marcel Helmecke schickte Rene Hasse auf der linken Seite Richtung Tor, Hasse umspielte den SSC-Keeper und legte gekonnt quer auf den einschussbereiten Clemens Berlin (36.).

In der Folge spielte nur noch die Haldensleber Elf. Nach Tim Girkes Eckball stand erneut Clemens Berlin (40.) goldrichtig und traf zur 2:0-Führung für sein Team. Nach seinem Doppelpack ging es auch in die Kabinen. Man merkte sofort, dass der HSC hier mehr wollte.

Hasse belohnt die Druckphase

Von nun an war Dauerdruck auf das Schönebecker Tor angesagt. Hasses Freistoß (47.) ging knapp am Pfosten vorbei und auch der Schuss vom eingewechselten Mühlisch (49.) konnte nicht verwertet werden. Der nächste Angriff sollte aber wieder erfolgreich abgeschlossen werden. Thomas Gießmann drang in den Strafraum ein und bediente im Zentrum Hasse (54.), der Becker im Tor keine Abwehrchance ließ. Nach der beruhigenden 3:0-Führung gab es HSC-Einschussmöglichkeiten im Minutentakt. Allein zweimal Mühlisch (56./59.) und Berlin (61.) verzweifelten am mittlerweile besten Schönebecker Becker im Tor und Lars Hering traf nur den Pfosten (61.).

In der nächsten Spielszene gelang dann den Gastgebern der fünfte Saisontreffer. Nach Unachtsamkeit in der HSC-Defensive war Schulz (62.) per Kopf zur Stelle und verkürzte auf 1:3.

Der HSC verpasste es in dieser Phase ganz klar, die Führung deutlich auszubauen. Beste Einschussmöglichkeiten wurden teilweise kläglich vergeben. Und so wäre es fast noch einmal spannend geworden, denn Michaelis Freistoß (74.) ging an die Querlatte von Switalas Gehäuse.

Auch in den letzten 15 Minuten ließ der HSC noch zwei weitere große Chancen ungenutzt. Wieder fanden Mühlisch (79.) und Hasse (84.) in Becker ihren Sieger. Dann erfolgte der Schlusspfiff und der HSC verließ den Platz als verdienter Sieger. Vorwerfen muss man sich, wenn überhaupt, die unzähligen ausgelassenen Torchancen. Aber auch für einen 3:1-Auswärtssieg gibt es drei Punkte und die waren heute zweifellos verdient.

In der kommenden Woche wartet für den HSC ein erneutes Auswärtsspiel, dort findet das vom Mai vorgezogene Punktspiel beim VfB Sangerhausen statt.

HSC: Switala - D.Helmecke, Siebert, Markstein, M.Helmecke - Mäde (46.Mühlisch), T.Girke, Gießmann, Berlin - Hering (65.Strauß), Hasse

Torfolge: 0:1 Berlin (36.) , 0:2 Berlin (40.) , 0:3 Hasse (54.) , 1:3 Schulz (62.).