Wolmirstedt (szu) l Die Finals der Basketball-Oberliga Sachsen-Anhalt haben mit einem wirklich tollen Spiel begonnen, bei dem der HSC 96 in eigener Halle das bessere Ende auf seiner Seite hatte. Die Baskets unterlagen nach einem intensiv geführten Spiel und toller Aufholjagd in den letzten Minuten des Spiels mit 72:81. Die zahlreichen Fans auf beiden Seiten haben eine tolle Stimmung verbreitet und sahen harte Verteidigung, wechselnde Führungen, tolle Spielzüge und jede Menge Emotionen.

Der erste Angriff wurde durch Rene Schneider gleich mit einem Dreier verwertet. Doch dann sah es für fünf Minuten so aus, als wäre nur Halle auf dem Spielfeld. Verantwortlich dafür waren in dieser Phase vor allem die Routiniers Seifert und Fehse, die in diesem Abschnitt von Dieringer, Ramme und Co. kaum zu stoppen waren. Verdient lagen die Hallenser deshalb mit 19:6 vorne. Die Baskets kämpften sich ins Spiel zurück.

Bis zur Viertelpause wurde der Rückstand auf vier Punkte verkürzt (25:21). Schon in dieser Phase deutete sich die schlechte Trefferquote von der Freiwurflinie an. Das erste und zweite Viertel konnten gegensätzlicher kaum laufen. Während Halle nun scheinbar von der Rolle war, zogen die Wolmirstedter in der Defense an und gewannen fast jeden Zweikampf. Von allen Spielern ging Gefahr aus und so verschob sich das Kräfteverhältnis auf dem Spielfeld immer mehr und die Baskets zogen in der 19. Minute auf acht Punkte (29:37) davon. Die Hallenser machten zwar in neun Minuten lediglich vier Punkte, konnten aber Dank ihrer Erfahrung das Spiel zur Halbzeit fast ausgleichen. Die Baskets lagen noch mit einem Punkt in Führung (36:37).

Das dritte Viertel brachte dann die Vorentscheidung, denn nun gingen die Spieler des HSC wieder beherzt zur Sache. Während die Mannen vom Trainergespann Dirk Uhlemann und Marcus Hissnauer das Tempo nicht aufrecht erhalten konnten, wirkten die Hallenser wieder selbstsicher und drehten den Spieß wortwörtlich um. Grundlage hierfür war die Zonenverteidigung, gegen die die Baskets zu diesem Zeitpunkt kein Mittel fanden.

Dazu kamen noch viele Freiwürfe für die Hausherren, die besser trafen als die Gäste. So stand es am Ende des Viertels 60:48 für den HSC. Die Baskets mussten noch einmal volles Tempo gehen, um noch einmal das Spiel zu kippen. Hochmotiviert wurde das letzte Viertel in Angriff genommen und vor allem Benny Passier brachte nochmals Spannung in die Partie, als er drei Dreier nacheinander traf. Es standen plötzlich nur noch vier Punkte Rückstand auf der Anzeigetafel (76:72). Die Baskets nutzten im Angriff ihre Chancen nicht. So schaukelten die Hausherren mit ihrer Erfahrung und einem Quäntchen Glück das Spiel sicher nach Hause und gewannen nicht unverdient mit 81:72.

Coach Uhlemann sagte nach der Partie: "Leider hat es heute nicht ganz gereicht. Wir haben uns aber sehr gut verkauft und werden unser Heimspiel gewinnen, um die Serie auszugleichen."

Am Sonnabend, den 18. April um 19 Uhr steigt Finalspiel Nummer zwei in der Halle der Freundschaft. Spieler und Fans sollten sich auf einen heißen Tanz einstellen. Die Baskets freuen sich über Unterstützung.

Für die Baskets spielten: Christian Arndt (3 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists, 2 Steals); Steffen Rothkirch (16,8,0,1); Marcus Reimann (2,0,0,0), Marcel Albrecht (5,3,7,2); Rene Schneider (5,5,4,1); Mathias Cotte (7,5,1,0); Henry Dieringer (4,4,2,3); Julian Köhlert (5,1,0,1); Max Brennecke (2,1,0,0); Torsten Ramme (9,11,0,3); Carsten Mogk (4,0,0,0); Benny Passier (10,1,0,1).