Die Männer des SV Lok Oschersleben haben das Spiel gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn, den HV Ilsenburg, mit 39:25 Toren gewonnen. In dieser Partie, in der es auch um den Klassenerhalt ging, war natürlich Feuer drin. Das belegen die insgesamt 20 Zeitstrafen und drei Roten Karten.

Oschersleben l Die Gäste starteten mit einer 2:0-Führung ins Spiel, es sollte die einzige bleiben. Denn danach kamen die Hausherren mit einem gut aufgelegten David Günther im Tor zu Zuge. Er startete immer wieder Konteraktionen, die von seinen Vorderleuten erfolgreich beendet wurden. Nach zehn Minuten hatten sich die Oschersleber schon einen kleinen Vorsprung mit 9:4 Toren erarbeitet.

Mitte der ersten Halbzeit wurde die Partie zunehmend ruppiger. Nachdem die Unparteiischen beiden Teams je zwei Zeitstrafen erteilt hatten, wurde das Fahrwasser zunächst wieder ruhiger. Im weiteren Spielverlauf hatten die Gastgeber durchgängig mit drei oder vier Toren die Nase vorn. Die Gäste bemühten sich, den Rückstand zu verkürzen. Doch der SV Lok dominierte die letzten Minuten vor der Pause und zog unterstützt von seinen lautstarken Fans zum 19:13-Halbzeitstand davon.

Der zweite Durchgang begann noch hektischer. Nachdem Tino Fischer sofort nach Wiederanpfiff auf 20:13 erhöht hatte, ließ sich Gäste-Keeper Dirk Gelinski wenig später zu einem Foul hinreißen, was eine Rote Karte nach sich zog. Daraufhin wollten auch noch andere Ilsenburger Spieler das Parkett verlassen, weil sie sich von den Schiedsrichtern ungerecht behandelt fühlten. Das alles gipfelte in der 34. Spielminute in einem dreifachen Unterzahlspiel der Gäste. Nach einigen Unterbrechungen und Diskussionen am Zeitnehmertisch mit den Schiedsrichtern und beiden Trainern, wurde ab der 40. Minute wieder das Hauptaugenmerk auf das Handballspiel gelegt. Der SV Lok Oschersleben ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, spielte konzentriert weiter und erkämpfte in der 40. Minute einen Zehn-Tore-Vorsprung mit 26:16.

Die Ilsestädter hatten zunehmend Probleme mit der starken Deckungsleistung der Hausherren, denn viele Bälle schafften es nicht mal bis zum Tor, sondern wurden schon vorher abgefangen. Der dann folgende Konter der Gastgeber endete meist mit einem erfolgreichen Abschluss. So machte die Schulz-Sieben zum Ende durch eine nochmalige Leistungssteigerung der ganzen Mannschaft den Sack zu und gewann die Partie souverän mit 39:25 Toren.

SV Lok Oschersleben: Mann, Günther - Hilliger (5 Tore), Rabe (2), Fritsche (3), Rudolph (2), König (5), Müller (3), Wesemeier, Dennis Fischer (1), Tino Fischer (13), Bentsch (4), Schuster, Schwarz (1).

Siebenmeter: 10/9. Zeitstrafen: 7. Rote Karte: 1 (3x2-Minuten).