Im Hinspiel trennten sich Blau-Weiß Neuenhofe und der SV Groß Santersleben noch torlos. Am Sonnabend um 15 Uhr soll es nun Tore und einen Derbysieger geben.

Neuenhofe/Groß Santersleben l Der SV Groß Santersleben reist zum 23. Spieltag der Landesklasse, Staffel 2, zum großen Börde-Derby nach Neuenhofe. Das Team von Trainer Fritz Ledderboge gewann zuletzt mit 2:0 gegen den SV Fortuna II, ein in mehrerlei Hinsicht wichtiger Erfolg. "Wir haben das über weite Teile recht ordentlich gemacht, gerade in Anbetracht der gegenwärtigen Situation. Der Sieg war natürlich wichtig für den Kopf und auch, dass wir uns wieder etwas Luft verschafft haben", sagte Ledderboge. Und dennoch will es dem Aufsteiger seit einigen Wochen nicht mehr gelingen, ein Spiel sicher zu beenden. "Wir haben es auch da wieder versäumt, unsere klaren Chancen zu verwerten und so musst du dann zittern. Ich glaube einfach, dass einige Spieler Angst vor der eigenen Leistung haben, und das ist dann ein Kopfproblem", merkte er an.

Aber auch die ständigen personellen Wechsel wirken sich überwiegend negativ aus. "Uns fehlt es derzeit an Harmonie in der Mannschaft und gerade im Abwehrverhalten sieht man, dass wir zu wenig eingespielt sind." Gegen Neuenhofe soll am Ende etwas Zählbares stehen, zumal Blau-Weiß "keine Übermannschaft" sei. Die etwas angeschlagenen Spieler Christian Burger und Manuel Roelecke sollen wieder einsatzfähig sein.

Beim Gastgeber aus Neuenhofe geht man vorsichtig optimistisch in das Derby. Zwar bot die Mannschaft von Kevin Pooth in den vergangenen Wochen nicht gerade Glanzleistungen, doch die Zeit ist reif für einen spielerischen Befreiungsschlag. "Wir müssen was machen", erklärt der Coach, der ein "offenes, hartes, aber hoffentlich auch faires Spiel" erwartet.

Personelle Sorgen hat der Trainer nur wenige. So laboriert Benjamin Kaukereit weiterhin an einer Fußprellung und Stefan Flentge bleibt gesperrt. "Wir wissen, was auf uns zukommt. Santos hat einige gute Spieler wie Herrmann oder Marschke", ist sich Pooth sicher. Die Frage wird sein, welche Mannschaft seine Abwehrschwäche besser in den Griff bekommt. Im Gegensatz zum Hinspiel scheinen Tore am Sonnabend garantiert, ein Sieger hingegen nicht.

Für das Derby hat sich der Gastgeber einiges einfallen lassen. So werden Nachwuchskicker die Teams als Auflaufkinder auf den Platz begleiten, zudem wird eine Hüpfburg aufgestellt. Der Sportplatz ist trotz der Sperrung der Ortsdurchfahrt erreichbar.