Mit zwei Siegen haben die Sachsen-Anhalt-Liga-Frauen des SV Oebisfelde am Freitag und Sonnabend ihren Härtetest, vier Spiele in einer Woche, abgeschlossen. Der SVO ist damit von Rang drei nicht mehr zu verdrängen und hat Platz zwei ganz fest im Visier.

Oebisfelde l Heraussticht vor allem das Spiel am Freitagabend in heimischer Halle gegen den Tabenzweiten FSV Magdeburg. Eine Woche nach der 24:28-Heimschlappe gegen den Magdeburger SV zeigte die SVO-Sieben von Trainer Karsten Luhmann im Spitzenspiel ihre wohl beste Saisonleistung und zwang die Fermerslebenerinnen mit 31:26 (14:14) recht klar in die Knie.

Am Sonnabend folgte dann noch der erwartete Sieg beim punktlosen Schlusslicht Jessener SV. Mit 31:21 (13:7) setzten sich die Oebisfelderinnen in Jessen deutlich durch.

SV Oebisfelde - FSV Magdeburg31:26 (14:14)

Beifall gab es am Freitagabend nach Schlusspiff für die SVO-Frauen nicht nur von ihrer treuen Anhängerschaft, sondern natürlich auch von Trainer Karsten Luhmann: "Eine ganz starke Leistung meiner Mannschaft. Ich denke, wir haben mit einer hervorragenden Einstellung den Sieg verdient eingefahren. Wir haben trotz einiger Fehler, und als es Mitte der zweiten Hälfte brenzlig wurde, konsequent unsere Linie durchgezogen. Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft."

Brenzlig wurde es, als die in Bestbesetzung angereisten Magdeburgerinnen sich in der 46. Minute auf zwei Tore abgesetzt hatten (23:21). Der Rückstand erwies sich jedoch als die Initialzündung für die Luhmann-Truppe. Der SVO-Spielmotor kam auf Hochtouren. Angetrieben von einer hervorragend parierenden Julia Hübe im Tor begannen die Oebisfelderinnen ein Feuerwerk abzubrennen. Sechs Tore in Folge schenkte der SVO dem FSV ein, Lena Witzke (3), Beatrice Franke (2) und Franziska Dietz trafen, und ging mit 27:23 (53.) in Führung. Die Halle stand Kopf und trieb die Mannschaft weiter an. Der FSV reagierte mit einer sehr offensiven Abwehr. Doch die hatte keinen Erfolg. Wie auch das seit der 19. Minute enge Markieren von Franziska Dietz. Die Torjägerin war nicht auszuschalten und erhielt zudem im rechten Rückraum durch Lena Witzke tatkräftige Unterstützung. So blieb der SVO in der Schlussphase weiter vorn und baute den Vorsprung - Lena Witzke und Annika Brosig erhöhten auf 29:24 -sogar noch weiter aus. Den Schlusspunkt für den SVO setzten schließlich Juliane Thiele und Josefin Meyer.

SV Oebisfelde: Hübe - Mierzwa (1), Dietz (11), Stottmeister (1), Linhardt, Witzke (10), Franke (4), Brosig (1), Meyer (2), Thiele (1).

Jessener SV - SV Oebisfelde21:31 (7:13)

Der SVO fuhr den erwarteten Erfolg ein. "Meiner Mannschaft hat man die Belastungen der vergangenen Tage schon angemerkt, so dass wir mit Blick auf die Kräfte zu kämpfen hatten. Jessen besaß jedoch nicht das Format, daraus Kapital zu schlagen. Unser Sieg geriet daher zu keinem Zeitpunkt in Gefahr", sagte Trainer Luhmann.

SV Oebisfelde: Hübe, Reinecke - Brosig, Witzke (5), Dietz (6), Meyer (8), Thiele (3), Franke (4), H. Langbartels (1), Linhardt (4), Stöter.