Stendal l In der Fußball-Verbandsliga hat Gastgeber Lok Stendal am Sonnabend sein Heimspiel gegen den Oscherslebener SC 3:1 (1:0) gewonnen. Die Gäste verkauften sich jedoch teuer.

Die Gastgeber gingen als eindeutiger Favorit in diese Partie am Hölzchen, denn im Gegensatz zu ihnen hatte Oscherslebens Team speziell in der zweiten Halbserie so gut wie noch nichts gerissen.

Die Altmärker brachten erstmals ihren Neuzugang Abou-David Cham in der Anfangsformation. Der nach seiner Weisheitszahn-Operation zunächst auf der Bank sitzende Franz Erdmann wurde nach gut einer Stunde eingewechselt.

Schütze trifft ins eigene Gehäuse

Der Beginn der Partie war taktischen Zwängen untergeordnet. Beim Gast ordnete Routinier Christian Rasch die dicht gestaffelten Reihen. Zudem fiel auf, dass der OSC unwahrscheinlich schnell von Abwehr auf Angriff umschaltete.

In der 18. Spielminute entfielen die erwähnten taktischen Zwänge. Einen deutlich zu weit geschlagenen Pass von Cham erwischte Oscherslebens Christian Schütze nur mit dem Hinterkopf. Von dort aus segelte das Leder am entsetzten Keeper Daniel Koch vorbei zum 1:0 für Lok in den OSC-Kasten.

Benedikt Nellessen hätte in der 36. Minute für den Gastgeber nachlegen können, scheiterte jedoch an Keeper Koch. Auf der anderen Seite hatte Maximilian Gerwien fünf Minuten später eine gute Schusschance, erwischte das Leder aber nicht voll.

Zwei Minuten nach dem Wiederbeginn jubelten die Gäste, denn Tino Pohlmann überwand Bryan Giebichenstein im Lok-Tor mit einem langen Ball zum 1:1.

Zwischen der 55. und 58. Minute besaßen die Gäste gleich mehrere Möglichkeiten, ihrerseits die Führung zu erzielen, scheiterten jedoch. Das rächte sich, denn nach 69 Minuten markierte Philipp Grempler per Flachschuss aus Nahdistanz das 2:1 für die Altmärker .

Die ließen in der Folge nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil, Benedikt Nellessen markierte in der vorletzten Minute das 3:1 und machte so den Deckel auf dieses Spiel.

Gästecoach Mirko Sauerbach meinte nach der Partie: "Wir wollten aus Stendal unbedingt einen Punkt mitnehmen. Die Führung für Lok war für uns natürlich unglücklich. Nach dem 1:1 hatten wir die Chance zur Führung. Dass wir sie nicht nutzten, rächte sich."

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sikulskyi, Cham, Gross (66. N. Breda), Instenberg, Schubert, Sommermeyer (63. Erdmann), Grempler (89. L. Breda), Nellessen, Kühn.

Oschersleben: Koch - Jordan, Gerwien (78. Falkenberg), Schütze, Rasch, Pohlmann, Beck (72. Sacher), Pirsch (82. Bimenyimana), Tino Ahlemann, Tim Ahlemann, Zander.

Schiedsrichter: Sven Tuchen (Bördeland), Zuschauer: 165, Torfolge: 1:0 Schütze (18./Eigentor), 1:1 Pohlmann (47.), 2:1 Grempler (69.), 3:1 Nellessen (89.).