Am Sonnabend hat Tabellenführer SV Hohendodeleben zum 26. Spieltag der Bördeliga, Staffel 2, die drittplatzierte SG Empor Klein Wanzleben empfangen. Das Team von Trainer Uwe Spieß setzte sich mit 4:2 (0:0) durch und hat weiter beste Chancen auf den Staffelsieg.

Hohendodeleben l Gleich in den Anfangsminuten entwickelte sich ein intensives Spiel, die Zweikämpfe wurden verbissen geführt und beide Mannschaften versuchten ihren Plan durchzusetzen. Der Heimelf gelang dies jedoch deutlich besser als den Gästen. Durch ein gepflegtes Kurzpassspiel und guter Spielverlagerung rissen die Spieß-Schützlinge immer wieder Lücken in der Empor-Abwehr. Nach einer knappen Viertelstunde setzte sich Mario Hoheisel auf der rechten Außenbahn durch und legte den Ball in die Mitte auf den mitgelaufenen Robin Marschke, der sicher einschob. Doch Schiedsrichter Peter Fliegel gab, zur großen Verwunderung aller, den Treffer nicht. Er hatte eine Abseitsstellung gesehen. Für die Gastgeber eine zweifelhafte Entscheidung.

Auch in der Folgezeit spielte der SVH häufig über die Außen und kam zu weiteren guten Chancen. Eine davon hatte erneut Marschke, dessen Schuss aus dem Rückraum nur um Zentimeter am Tor vorbei ging. Auch bei Standardsituationen waren die Dodeleber stets gefährlich, nach einer Ecke scheiterte Daniel Tobisch aus kurzer Entfernung an Gästekeeper Daniel Methner. Klein Wanzleben versuchte es zumeist mit langen Bällen auf die beiden Offensivkräfte Tino Meier und Eric Waschull, die die SVH-Verteidiger auch oftmals in Verlegenheit brachten. Eine wirkliche Großchance konnte der Gast in den ersten 45 Minuten aber nicht verzeichnen. Somit stand es 0:0 zur Pause.

Die zweite Hälfte begann für die Hausherren mit einer Schrecksekunde. Nach einem Stockfehler in der Verteidigung hatten die Zuckerdörfer auf einmal die Führung auf dem Fuß. Doch Keeper Tobias Lüning vereitelte den Schuss von Meier mit einer sensationellen Parade. Für die Dodeleber war das wie ein Weckruf. In der 51. Minute bekamen die Gäste den Ball nicht aus dem Strafraum und Manuel Hentschel traf mit einem überlegten Schuss in die lange Ecke. Die Führung beflügelte die Hausherren zunehmend und sie drängten auf das nächste Tor. Nach einem scharf getretenen Freistoß von Steve Dammering erhöhte Hoheisel mit einer Direktabnahme auf 2:0 (58.). Als der vor fünf Minuten erst eingewechselte Jonas Röttger, nach einer Notbremse am ebenfalls kurz zuvor eingewechselten Christopher Bree, die Rote Karte sah, schien der Gast mental angeschlagen. Den folgenden Freistoß wehrte Schlussmann Methner sehenswert ab. Seine gute Tat machte er jedoch nur Sekunden später zunichte, als er Maximilian Leiding strafstoßwürdig von den Beinen holte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Michel Anton in gewohnter Manier sicher.

Nach einer Ecke erhöhte Marschke auf 4:0, gleichzeitig das 100. Saisontor der Dodeleber Mannschaft. Danach ließ es die Heimelf etwas ruhiger angehen, und wurde kurz darauf dafür bestraft. Maximilian Klosa traf in der 81. Minute sehenswert mit einem direkten Freistoß zum 1:4, drei Minuten später verwandelte Frederik Dänicke einen Foulstrafstoß zum 2:4. Danach beruhigte der Tabellenführer das Spiel wieder und brachte den verdienten Erfolg ins Ziel.

Die Begegnung hatte das Prädikat "Spitzenspiel" verdient und fand mit Hohendodeleben einen würdigen Sieger. Die Klein Wanzleber müssen in den kommenden Wochen auf einen Ausrutscher des Eilslebener SV hoffen, um noch einmal in den Kampf um Platz zwei eingreifen zu können. Die Spieß-Elf will am nächsten Spieltag beim Domersleber SV mit einem weiteren Erfolg den Staffelsieg perfekt machen.

SV Hohendodeleben: Lüning - Anton, Schulze, Schönfeldt (65. Bree), Hoheisel, Leiding, Gödicke, M. Hentschel, Dammering, Marschke (85. St. Hentschel), Tobisch.

SG Empor Klein Wanzleben: Methner - Maier, Schmidt (65. Röttger), St. Dänicke, Pape, Klosa, Waschull (75. Braunsdorf), Meier, Ferl, F. Dänicke, Howe.

Torfolge: 1:0 Hentschel (51.), 2:0 Hoheisel (58.), 3:0 Anton (71. FE.), 4:0 Marschke (78.), 4:1 Klosa (81.), 4:2 Dänicke (84. FE).