Die Bördeoberliga geht mit dem 27. Spieltag in die heiße Schlussphase, maximal zwölf Punkte sind noch zu holen. Und einige Mannschaften haben den einen oder anderen Zähler auch noch bitter nötig.

Landkreis l So braucht beispielsweise Bülstringen noch einige Pünktchen, um den Klassenerhalt abzusichern. Das Team von Trainer Frank Juraschek gastiert beim SV Altenweddingen (Anpfiff jeweils um 15 Uhr) und will "versuchen, einen Punkt mitzunehmen." Am vergangenen Spieltag gab es gegen den ISV Haldensleben gleich drei davon, was besonders wichtig war: "Das war ja erst der zweite Rückrundensieg für uns und deshalb haben wir uns auch sehr gefreut. Es war schon ein kleiner Befreiungsschlag, da wir zum einen den Abstand auf die Abstiegsplätze halten konnten, aber auch unseren achten Platz. Daher war das schon ein entscheidender Schritt zu einem möglichen Klassenerhalt", sagte Juraschek. Die Sülzetaler sieht er als "heimstark, spielstark und auch individuell gut besetzt", so dass er mit einer "anspruchsvollen" Aufgabe rechnet. Allerdings werden ihm einige wichtige Spieler fehlen: Sven Bartels, Maximilian Wegener, Andre Korowkin, Dominik Horn und Steven Riecke werden nicht auflaufen können.

Im Duell zwischen Gutenswegen/Klein Ammensleben und dem Oscherslebener SC II geht es um die Position im Anschlussbereich zu den Spitzenmannschaften. Der SVG rangiert derzeit mit 39 Punkten auf Platz sechs, die OSC-Reserve hat als Siebter einen Zähler weniger. "Wir wollen mit einem Sieg unseren sechsten Platz festigen und wenn es geht vielleicht auch noch den fünften erreichen", sagte Gutenswegens Angreifer Martin Buhtz. Besonders vor OSC-Stürmer Sebastian Huth habe man großen Respekt, er soll möglichst aus dem Spiel genommen werden. "Wir wollen im Mittelfeld gut und kompakt stehen, damit sie Huth nicht in Szene setzen können", verriet Buhtz. Vom Personal her wird das Heimspiel eine schwierige Aufgabe. Dennis Bittkow, Sören Zeitz, Heiko Meinecke, Manuel Herzog und Norman Katzorke werden fehlen.

Grün-Weiß Dahlenwarsleben empfängt den Flechtinger SV. Für die Grün-Weißen war das 0:1 gegen Samswegen ein ungewohntes Negativerlebnis, was Trainer Andreas Mucke bereits nach dem Spiel anmerkte. Da sei man in erster Linie an sich selbst gescheitert. Auf der anderen Seite sicherte sich der FSV gegen die Irxleber Reserve einen Punkt. Dadurch hält das Team von Trainer Claudio Kühn zumindest Rang 13, und würde nicht absteigen. Dahlenwarsleben hat, theoretisch gesehen, noch die Chance auf den zweiten Aufstiegsplatz, praktisch betrachtet sind fünf Punkte Rückstand aber eine große Hürde. Das Heimspiel dürfte wohl für das Mucke-Team erfolgreich verlaufen, das zu Hause noch immer ungeschlagen ist.

Inzwischen hat auch der Ummendorfer SV seine Heimbilanz deutlich nach oben korrigiert und steht auf Position neun. Doch das wird der Mannschaft von Trainer Andre Linzert nicht viel nützen, denn es geht zu Blau-Weiß Empor Wanzleben. Zuletzt gab es für den USV eine 2:4-Niederlage gegen den SV Altenweddingen, was Linzert als "im Endeffekt verdient" bezeichnete. Hauptproblem in der ersten Halbzeit war besonders der Abstand zwischen Angriff und Abwehr. Da waren die Lücken viel zu groß. Im Gegenzug war er mit dem zweiten Abschnitt sehr zufrieden, da die Mannschaft nach einem 0:3 fast noch das 3:3 hätte erzielen können. In Wanzleben soll es wieder positive Nachrichten geben, zumal er von einer "schlagkräftigen Truppe" ausgeht. Den Gegner will Linzert keineswegs nur als kampf- oder laufstark bezeichnen, denn "die können auch guten Fußball spielen. Das wird uns zugute kommen und darauf werden wir uns auch einstellen."