Der Speerwerfer Norman Plischke steht vor einer richtungsweisenden Saison. Sein großes Ziel sind die Weltmeisterschaften in Kolumbien. Dafür muss der Haldensleber noch einmal die Norm des Deutschen Leichtathletikverbandes erfüllen. Den ersten Test bestand der HSC-Akteur beim Meeting in Halle mit Bravour.

Haldensleben (tdö/cme) l Die Internationalen Halplus Werfertage mit 545 Teilnehmern aus 35 Nationen waren für den Veranstalter Hallesche Leichtathletikfreunde ein riesen Meeting. Im Nachwuchsbereich gingen mit Norman Plischke und Ronja Weiß zwei HSC-Athleten an den Start.

Weiß schafft Qualifikation für Schülermeisterschaften

Ronja begann ihren Wettkampf gleich um neun Uhr. Für sie war Zielstellung die Erfüllung der Norm für die Deutschen Schülermeisterschaften im August in Köln.

Gefordert sind hier 41,00 Meter (m). Nach anfänglichen Schwierigkeiten durch Nervosität fand Ronja super in den Wettbewerb. Im dritten Versuch warf sie ihren 500-Gramm-Speer auf hervorragende 41,46m. Dies ist ihre Saisonbestleistung und Norm für die DM in Köln.

Ronja lag bis zu diesem Versuch auf Platz drei. Im letzten Durchgang wurde sie noch durch Sophia Ohmke von Turbine Halle mit 41,39m denkbar knapp geschlagen. Trotzdem kann die Haldensleberin hochzufrieden aus diesem Wettbewerb mit 13 Teilnehmern aus Ländern wie Italien, Schweden und Deutschland gehen.

Dann ging es für Norman Plischke an den Start. Das Speerwerfen der MJU18 war vom Deutschen Leichtathletik Verband festgeschrieben als Normerfüllung für die Weltmeisterschaften in Kolumbien. Gleich im ersten Versuch warf Norman seinen 700-Gramm-Speer auf 69,96m. Hier lag dann etwas in der Luft.

In seinem zweiten Versuch warf er den Speer auf 72,44m - WM Norm und persönliche Bestleistung. Norman setzte alle technischen Hinweise von seinem Heimtrainer Thomas Döde und vom Bundestrainer Ralf Wollbrück gut um. Diese Weite brachte ihm den dritten Platz. Zweiter wurde der Franzose Moutarde Gustav mit 74,15m. Zum überlegenen Sieger avancierte der Mainzer Niklas Kaul mit 83,94m.

Letzter Leistungstest in Schweinfurt

Nach Eileen Müller, die mit der Staffel des DLV über 4x 400m in Chile an den Start ging, kann Norman der zweite Athlet des Haldensleber SC sein, der an einer Weltmeisterschaft teilnimmt. Seine Leistung muss Norman noch einmal am 20. Juni in Schweinfurt bestätigen. Dies sollte aus Sicht des Trainers Thomas Döde aber machbar sein.

Ein großer Dank geht auch an die Physiotherapeutin Katrin Grellman sowie Marco Marciano vom Studio Fight 4 fit, welche Norman auf seinem Weg zur WM mit begleiten.