Wernigerode (hbu) l Der souveräne Verbandsliga-Spitzenreiter HTTC Wernigerode hat gleich am ersten Rückrundenspieltag einmal mehr nachgewiesen, dass ihm zurzeit keine Mannschaft in der höchsten Spielklasse des Tischtennis Verbandes Sachsen-Anhalt das Wasser reichen kann.

Nachdem bereits in der Hinrunde die unmittelbaren Verfolger und Oberliga-Absteiger MSV Hettstedt mit 12:3 und TTC Börde Magdeburg mit 11:4 deutlich abgefertigt wurden und auch der mit zwei ausländischen Spielern verstärkte Kreisrivale Stahl Blankenburg mit 12:3 das Nachsehen hatte, stehen die Wernigeröder mit dem als Saisonziel ausgegebenen Aufstieg in die Oberliga vor dem größten Erfolg ihrer erst vierjährigen Vereinsgeschichte.

Bis dahin gilt es zunächst, die Rückrunde schadlos zu überstehen, wobei dem HTTC, der mit der Verpflichtung von drei tschechischen Spielern vor Saisonbeginn mächtig aufgerüstet hatte, allerdings nur die unmittelbaren Verfolger auf Augenhöhe begegnen können. Die übrigen Mannschaften dieser Liga werden den HTTC, wie schon in der Hinrunde, kaum ernsthaft fordern können. Das bekam am zurückliegenden Spieltag zunächst die zweite Mannschaft des TTC Börde Magdeburg zu spüren, die als Tabellensechster in eigener Halle eine hohe 1:14-Klatsche einstecken musste. Auch der Tabellenelfte Aufbau Schwerz musste nach seiner 0:15-Heimniederlage die haushohe Überlegenheit der Harzer anerkennen, obwohl man sich tags zuvor beim 5:11 gegen Stahl Blankenburg noch achtbar aus der Affäre gezogen hatte.

TTC Börde Magdeburg II - HTTC 09 Wernigerode 1:14. Die Elbestädter hatten den Harzern wenig entgegen zu setzen. Überraschend deutlich in drei Sätzen mussten allerdings Bouska/Junge ihre zweite Saisonniederlage gegen Schmidt/Christ hinnehmen. In beiden Einzelrunden blieben Jiri Javurek, David Merta, Peter Treulieb und Dirk Wagener ohne Satzverlust, während Volker Junge gegen Börde-Oldie Uwe Homburg für das einzige Fünf-Satz-Match sorgte.

HTTC Wernigerode: Javurek (2.5), Merta (2,5), Bouska (2), Treulieb (2,5), Wagener (2,5), Junge (2).

Aufbau Schwerz - HTTC Wernigerode 0:15. Die Gäste fertigten ihren Gegner, wie schon daheim auch in deren Halle mit der Höchststrafe von 15:0 ab. Ein sensationelles Satzverhältnis von 45:1 verdeutlicht den Klassenunterschied zwischen beiden Kontrahenten. Dass die HTTC\'ler im nächsten Heimspiel am 26. Januar gegen DJK Biederitz II einen weiteren hohen Sieg einfahren werden, spricht für die Sonderstellung der Harzer Tischtennis-Cracks in dieser Liga.

HTTC Wernigerode: Javurek, Merta, Bouska, Treulieb, Wagener, Junge (je 2,5).