Mit zwei Siegen binnen 22 Stunden haben die Floorballer der Red Devils ihre Ausgangsposition im Kampf um den zweiten Tabellenplatz der 1. Bundesliga weiter verbessert. Dem 6:3-Sieg in Chemnitz ließen die Harzer in heimischer Halle ein 9:6 gegen den Deutschen Meister MFBC Leipzig folgen.

Wernigerode (mvo/ige) l Mit einem leicht dezimierten Kader gastierten die Roten Teufel am Sonnabend bei den Floor Fighters in Chemnitz. Spielerische Stützen wie Robert Müller, Ralf Lisiecki und Martin Schaberich waren nicht dabei. Demzufolge bekamen zahlreiche junge Spieler eine Chance.

Die Harzer Floorballer begannen fokussiert und gingen durch Tommy Löwenberg früh in Führung (4.). Knapp sechs Minuten später legte Juha-Pekka Kuittinen zum 0:2 nach, Vojta Krupicka ließ Mitte des zweiten Abschnitts den dritten Treffer für die Wernigeröder folgen. Im weiteren Verlauf brachen die Red Devils jedoch ein wenig ein. Chemnitz stellte den Anschluss her und glich zu Beginn des dritten Spielabschnitts zum 3:3 aus.

"Chemnitz kassierte in dieser Phase drei Zeitstrafen, aber wir konnten keine dieser Überzahlsituationen zu Toren nutzen. Das war nicht zufriedenstellend", so Devils-Coach Peter Gahlert. Erst in der Schlussphase des dritten Durchgangs, genauer gesagt in den letzten fünf Minuten, konnten die Red Devils den Sieg perfekt machen: Juha-Pekka Kuittinen, Vojta Krupicka und ein Eigentor der Chemnitzer besiegelten den 6:3-Erfolg.

Einen Tag später begrüßten die Red Devils vor heimischer Kulisse den amtierenden Deutschen Meister, MFBC Leipzig. Unter stimmungsvoller Atmosphäre starteten die Hausherren furios: Nach 137 Sekunden erzielte Juha-Pekka Kuittinen das 1:0, wenig später legte Vojta Krupicka nach. Leipzig verkürzte zwar durch Toni Lehtinen, doch Robert Müller stellte mit sehenswertem Treffer den alten Abstand her. Die Gäste zeigten sich weiterhin bissig und glichen zum 3:3 aus, aber drei Sekunden vor der ersten Drittelpause ließ Vojta Krupicka den Devils-Anhang mit seinem Tor zum 4:3 erneut jubeln.

Auch im zweiten Abschnitt spielten die Gastgeber engagiert und nutzten ihre Chancen effektiv. Dank zwei Treffern von Joni Liikanen und dem zwischenzeitlichen 6:3 durch Juha-Pekka Kuittinen gingen die Red Devils mit einer beruhigenden 7:4-Führung in die zweite Pause. Im Schlussdrittel legten zunächst Robert Müller und Raiko Krüger zum 9:4 nach, bevor Leipzig mit zwei weiteren Treffern das Endergebnis noch ein wenig korrigierte.

"Insbesondere in der Defensive hat unsere Mannschaft gegen Leipzig eine sehr gute Leistung gezeigt. Es war das bisher beste Heimspiel in dieser Saison", so Peter Gahlert. Durch das Sechs-Punkte-Wochenende rangieren die Red Devils nun mit vier Zählern Vorsprung auf Verfolger VfL Red Hocks Kaufering auf dem anvisierten zweiten Tabellenplatz.

An den kommenden beiden Wochenenden haben die Red Devils wegen der WM-Qualifikation spielfrei. Anschließend warten auf die Harzer Floorballer drei schwere Heimspiele gegen den TV Lilienthal (9. Februar), die Unihockey Igels Dresden (16. Februar) und den aktuellem Tabellenführer, UHC Weißenfels (23. Februar). Mit zwei weiteren Siegen können die Red Devils verbindlich für die Meisterschafts-Playoffs planen, doch bis dahin wartet auf die Roten Teufel noch ein hartes Stück Arbeit.

Red Devils: Blume, Severin - Einecke, R. Müller, Weiß, Fiedler, Liikanen, Krupicka, Löwenberg, Riechel, Kuittinen, Bothe, Mildner, Mertens, P. Müller, Nowak, Lisiecki, Krüger, Niederlein;

Torfolge gegen Chemnitz: 0:1 Tommy Löwenberg (3:43), 0:2 Juha-Pekka Kuittinen (9:11), 0:3 Vojta Krupicka (30:17), 1:3 Jan Kapucián (34:09), 2:3 Antonin Svehla (38:21), 3:3 Raphael Thiele (44:11), 3:4 Juha-Pekka Kuittinen (54:18), 3:5 Vojta Krupicka (58:11), 3:6 Eigentor (59:34);

Torfolge gegen Leipzig: 1:0 Juha-Pekka Kuittinen (2:17), 2:0 Vojta Krupicka (4:53), 2:1 Toni Lehtinen (7:54), 3:1 Robert Müller (11:00), 3:2 Peter Dietel (11:30), 3:3 Toni Lehtinen (18:50), 4:3 Vojta Krupicka (19:57), 5:3 Joni Liikanen (25:28), 6:3 Juha-Pekka Kuittinen (34:05), 6:4 Peter Dietel (35:40), 7:4 Joni Liikanen (37:29), 8:4 Robert Müller (42:21), 9:4 Raiko Krüger (43:14), 9:5 Peter Dietel (48:20), 9:6 Toni Lehtinen (55:38).