Wernigerode (ige) l Die Handballer der männlichen Jugend B des HV Wernigerode haben das Harzderby beim HT 1861 Halberstadt überraschend mit 21:20 (7:12) gewonnen. Damit rehabilierte sich das Meseck-Team für die schwache Vorstellung am Wochenende zuvor gegen den Tabellenzweiten SV Langenweddingen (17:27).

Der Ausfall von drei Spielern (Bomeier, Gajewski und Piniakowski) zwang Trainer Gero Meseck zu einigen Umstellungen. Die klar favorisierten Halberstädter erwischten dann auch den besseren Start und gingen ohne große Gegenwehr der HVW-Sieben mit 3:0 in Führung. Die Niederlage gegen Langenweddingen schien immer noch in den Köpfen einiger Spieler verankert zu sein. Teilweise ängstlich und völlig verunsichert verliefen die ersten Angriffsbemühungen der Gäste. Erst bei einem 1:5-Rückstand kamen die Wernigeröder besser ins Spiel und holten Tor um Tor bis zum zwischenzeitlichen 8:6 auf. Die Gastgeber nahmen zu diesem Zeitpunkt eine Auszeit, um sich sich neu einzustellen. Kurz darauf mussten die Wernigeröder einen weiteren Rückschlag verkraften. Loris Bartsch, der angeschlagen in dieses Spiel ging, musste ausgewechselt werden. Erneut musste die Mannschaft umgestellt werden und die Mannschaft des HT Halberstadt zog bis zur Pausensirene wieder auf 12:7 davon.

In der Halbzeitpause wurden noch einmal die Spielzüge und das Deckungsverhalten besprochen und vor allem an die Moral der Mannschaft appelliert. Und mit Beginn der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein völlig anderes HVW-Team. Endlich begann die Mannschaft richtig zu kämpfen, selbst zwei Zeitstrafen innerhalb von 20 Sekunden konnten sie nicht beeindrucken. Beim Stand von 14:9 musste der angeschlagene Loris Bartsch erneut ausgewechselt werden, doch die Mannschaft festigte sich nach kurzer Eingewöhnungsphase und holte abermals Tor um Tor (17:13).

Um diesen Trend zu vertiefen, nahm Trainer Meseck auf Seiten der Gäste eine Auszeit, um für die letzten zehn Minuten noch einige Verbesserungsmöglichkeiten in Deckung und Angriff anzusprechen. Die Herausnahme des bis dahin gut haltenden Torhüter Michael Deisting schien für reichlich Verwirrung in den Reihen der Halberstädter zu sorgen.

Beim Stand von 19:14 starteten die Wernigeröder einen grandiosen Schlussspurt und gingen mit sieben Treffern in Folge mit 21:19 in Führung. In den Schlusssekunden gelang Halberstadt nur noch der Anschlusstreffer. Nach dem Schlusspfiff kannte die Freude keine Grenzen. Alle lagen sich in den Armen und feierten den Sieg beim Meisterschaftsanwärter ausgiebig. der durch eine geschlossene Mannschaftsleistung möglich gemacht wurde.

HV Wernigerode: Deisting, Dannewitz - Deicke, Bartsch, Julke, Tischer (9), Riesenberg (4), Girrbach (1), Hoppstock (1), Grawe (6).