Mit Platzierungen im Mittelfeld haben die Harzer Skilangläufer das erste Saisonrennen im Deutschen Schülercup abgeschlossen. Beste Starterin Sachsen-Anhalts war Jessica Löschke, die ein Rennen gewann.

Wernigerode l Im verschneiten Balderschwang im Oberallgäu fanden die ersten Langlaufwettbewerbe der Nachwuchs-Skilangläufer statt. Der ursprünglich in Oberwiesenthal geplante Wettkampf wurde aufgrund des Schneemangels in den 1 000 Meter hoch gelegenen Ort an der deutsch-österreichischen Grenze verlegt. Der Skiverband Sachsen-Anhalt reiste mit vier Athleten an. In Kooperation mit dem Niedersächsischen Skiverband, wurde nicht nur eine gemeinsame Unterkunft genutzt, sondern sich auch gegenseitig bei der Skipräparation und Betreuung der Wettkämpfer unter die Arme gegriffen.

Das Besondere an diesem Wettkampf war, dass er diesmal als Doppelveranstaltung mit dem Deutschlandpokal, der nationalen Wettkampfserie der Jugend und Erwachsenen, ausgetragen wurde. Dadurch war der zeitliche Ablauf sehr kompakt, was den Veranstaltern und Teams gleichermaßen eine straffe Organisation abverlangte. Hier bewährte sich die Zusammenarbeit der beiden kleinen Harzer Teams bei der Skipräparation.

Am ersten Wettkampftag mussten die Talente ihre Sprintfähigkeiten im klassischen Stil unter Beweis stellen. Jessica Löschke vom TSV Leuna, die seit Sommer 2012 an der Sportschule in Oberwiesenthal trainiert und nach wie vor für Sachsen-Anhalt startet, ging mit Siegambitionen an den Start. Ein Sturz nach Konzentrationsfehler in einer leichten Abfahrt kostete wertvolle Sekunden. Im Ziel auf Rang zwei angekommen, fehlten ihr zwei Sekunden zum Sieg. Lea Gleichmann und Franziska Dahlhaus vom NSV Wernigerode reihten sich vor ihrer Mitstreiterin aus Buntenbock auf den Rängen 37 und 44 ein. In den sehr eng liegenden Zeitabständen, etwa eine Sekunde je Platzierung, erreichte auch Jean-Michel Fräsdorf vom SV Hasselfelde kein besseres Ergebnis.

Das Distanzrennen am Sonntag versprach ebenfalls einen spannenden Verlauf. Es wurde nach den Ergebnissen vom Vortag, jedoch in umgekehrter Reihenfolge gestartet. Auch hier bewegten sich alle Starter auf den zwar kurzen, jedoch nicht leichten 2,5 Kilometern im Sekundenbereich.

Von Beginn an in Führung liegend, rollte Jessica Löschke das Feld als vorletzte Starterin von hinten auf. Lediglich ihre sächsische Konkurrentin Sina Unger hatte als Siegerin des Vortages eine noch bessere Ausgangssituation. Jessica Löschke baute zwar ihre Führung stetig aus, aber ihre Verfolgerin ließ auch nach dem nicht enden wollenden Anstieg nicht locker und konnte den Rückstand nach der Abfahrt wieder reduzieren. In der zweiten Runde gelang es Jessica Löschke allerdings, ihre konditionelle Überlegenheit unter Beweis zu stellen und das Rennen mit zehn Sekunden Vorsprung klar für sich zu entschieden. Lea Gleichmann, Franziska Dahlhaus und Jean-Michel Fräsdorf ließen sich nicht ihren Mut nehmen und gaben sich auch in diesem Rennen nicht kampflos geschlagen. Vielmehr versuchten sie bei ihrem ersten Wettkampfwochenende auf Schnee überhaupt, sich noch einmal zu steigern, was ihnen teilweise auch gelang.