Die Bodfeld Baskets Oberharz haben das enorm wichtige Spiel gegen den DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde mit 99:93 (51:39) gewonnen und sind nun punktgleich mit den Berlinern.

Wernigerode l Wie zuvor fälschlicher Weise angeku¨ndigt, konnten die Baskets die Abstiegsränge noch nicht verlassen, da der Gastgeber vom Sonnabend noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat und so der direkte Vergleich noch nicht in Kraft getreten ist.

16:6-Lauf im ersten Viertel

Die Konstellation vor dem Abstiegsduell war eindeutig. Die Blau-Weißen mussten das Spiel unbedingt gewinnen, damit sie das rettende Ufer nicht aus den Augen verlieren. Dementsprechend konzentriert starteten die Gäste in die Partie. Die ersten fu¨nf Minuten des Spiels verliefen ausgeglichen. Beim Stand von 11:9 fu¨r die Gastgeber traf Kevin Weber mit ablaufender Angriffsuhr von jenseits der Dreierlinie zur Fu¨hrung. Das war der Startschuss zu einem 16:6-Lauf fu¨r die Oberharzer. Das erste Viertel endete mit 28:17 fu¨r die Baskets.

Im zweiten Viertel änderte sich nicht viel. Die Mannschaft von Christian Schäfer konnte den Vorsprung konstant bei zehn Punkten halten und kurz vor Ende auf zwölf Zähler ausbauen. Das Halbzeitergebnis von 51:39 war verdient und sogar etwas beruhigend. Wahrscheinlich zu beruhigend. Denn im dritten Viertel verloren die Oberharzer ihre Linie und verspielten fast ihren gesamten Vorsprung. Vor allem in der Offensive lief nicht mehr viel zusammen. Plötzlich stand es nur noch 60:61 fu¨r die BBO. Leon Dronjak rettete dann mit zwei erfolgreichen Korbversuchen ein Polster von fu¨nf Punkten in das letzte Viertel.

Die Anspannung während der letzten zehn Minuten merkte man den Gästen deutlich an. Jeder Ballgewinn, jeder Korb, jedes gezogene Foul wurde von den Spielern und der Bank beklatscht und bejubelt. Da aber auch Charlottenburg das Spiel unbedingt gewinnen wollte, konnten sich die Baskets nicht entscheidend absetzen. Mitte des letzten Viertels war es Boyan Tenev (insgesamt sieben Dreier), der beim Stand von 71:68 und 74:71 aus Sicht der Oberharzer zwei ganz wichtige Dreier durch das Nylon jagte und so den Gastgebern nicht die Chance gab, das Spiel auszugleichen.

Nach einem krachenden Dunk vom jamaikanischen Neuzugang Hugh Barnett, der eine echte Verstärkung unter dem Brett ist, und zwei verwandelten Freiwu¨rfen von Dronjak, fu¨hrten die Baskets 1:41 Minuten vor Ende mit elf Punkten.

Stark von der Freiwurflinie

Das sollte es eigentlich schon gewesen sein. Die Berliner stoppten aber bei jedem Angriff der Gäste die Uhr und schickten ein Spieler an die Freiwurflinie. In den letzten 90 Sekunden passierte das ganze zwölf Mal. Von den sich ergebenen 24 Freiwu¨rfen trafen die Baskets 17. Besonders Dronjak, der mit 32 Punkten und 15/17 Freiwu¨rfen wieder ein herausragendes Spiel ablieferte, und Barnett (11/12 Freiwu¨rfen) behielten die Nerven und sicherten den Oberharzern den so wichtigen und umjubelten Auswärtssieg in Berlin.

Schäfer: "Ein kleiner Schritt"

"Der Druck und die Anspannung fu¨r mich und meine Spieler war groß. Der Sieg ist unglaublich wichtig fu¨r uns. Ich bin stolz auf meine Truppe, die sich auch in der schwere Phase im dritten und vierten Viertel nicht aus dem Konzept bringen ließ. Es war dennoch nur ein kleiner Schritt. Wir mu¨ssen weiter hart arbeiten, um unser Ziel zu erreichen", so Christian Schäfer nach dem Spiel.

Baskets: Matic, Samsonov (2), Dronjak (32 Punkte, 7 Rebounds, 5 Assists), Thomas, Tenev (21), Schlemmer, Weber (7 Punkte, 6 Rebounds), Tralla (1 Punkt, 6 Assists), Walters (23 Punkte, 10 Rebounds), Barnett (13 Punkte, 6 Rebounds).