Fünf Nachwuchstalente der Red Devils Wernigerode haben in den U 19-Teams der Deutschen Floorball-Nationalmannschaft internationale Erfahrungen gesammelt.

Wernigerode (mvo/ige) l Während Juliane Weise mit dem Deutschen U 19-Nationalteam der Damen zu einem Sechs-Länder-Turnier in Polen reiste, bestritten Max Riechel, Jannis Michaelis, Bastian Einecke und Tom Fiedler mit der U19-Auswahl der Herren in Kopenhagen drei Länderspiele gegen das gleichaltrige Nationalteam von Dänemark.

Juliane Weise trat die Reise nach Polen wegen Krankheit etwas angeschlagen an und musste somit in den ersten Spielen auf einen Einsatz verzichten. Im letzten Turnierspiel gegen Tschechien stand sie dann aber auf dem Parkett, konnte die 2:7-Niederlage gegen den Turniersieger aber nicht verhindern. Da zuvor auch die Partien gegen die Schweiz, Polen und die Slowakei verloren gingen, blieb der Deutschen Auswahl trotz des 5:5-Unentschiedens gegen Norwegen nur der Platz.

Juliane Weise ist seit mehreren Monaten Bestandteil der U19-Damen-Nationalmannschaft und hat mit dem Team die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Mai im Blick. Bundestrainer Simon Brechbühler zeigt sich mit der Leistung der Wernigeröderin zufrieden: "Juliane ist krank angereist und konnte deshalb nicht von Beginn an eingesetzt werden. Trotzdem hat sie eine ansprechende Leistung gezeigt und gerade im Spiel gegen Tschechien gut mitgehalten."

Die Länderspiel-Reise für die männliche U19-Nationalmannschaft begann schon am Mittwoch. In Flensburg standen zunächst drei Trainingseinheiten mit Bundestrainer Thomas Berger auf dem Programm. Freitagnachmittag ging es dann nach Kopenhagen, wo am Abend das erste von drei Länderspielen gespielt wurde. Hier kassierte die Deutsche Auswahl einen herbe 5:12-Pleite. "Das erste Spiel war der Ansicht aller nach sehr schlecht. Auch aus zu vielen Eigenfehlern resultierte diese hohe Niederlage", so Jannis Michaelis. Angreifer Bastian Einecke sah die Gründe der Niederlage vor allem in taktischen und physischen Defiziten. Gemeinsam mit dem Team arbeitete der Trainerstab die erste Partie auf, mit dem Resultat, dass die zweite Begegnung deutlich besser verlief.

Zwar gewann Dänemark 5:3, doch das Deutsche Team setzte die Vorgaben des Trainers engagiert um. "Es wurden alle taktischen Vorgaben vorab besprochen. Dies schlug sich dann auch im Spiel nieder. Bundestrainer Thomas Berger zeigte sich mit der Leistung in diesem Spiel zufrieden, doch die Dänen hatten am Ende den längeren Atem", so Michaelis.

Im dritten Duell steigerte sich die deutsche Mannschaft nochmals und erkämpfte ein 7:7-Unentschieden. "Durch die zwei Niederlagen waren wir ein wenig angefressen. Somit waren wir im dritten Spiel bis in die Haarspitzen motiviert. Am Ende wäre sicher auch ein Sieg möglich gewesen, doch letztlich muss man festhalten, dass die drei Länderspiele sehr anstrengend, aber auch sehr lehrreich für alle waren", so Bastian Einecke. Diese Meinung teilte auch Tom Fiedler: "Die fünf Tage haben jedem Spieler gezeigt, wo er noch Defizite hat oder wo er schon gut gearbeitet hat. Wir konnten in allen Bereichen viel Erfahrung sammeln und sind dabei als Team noch enger zusammengewachsen."

Aus Sicht der Red Devils sammelten alle Harzer Floorballer reichlich internationale Spielpraxis und Erfahrung. Torhüter Jannis Michaelis spielte das dritte Länderspiel komplett durch und hatte großen Anteil am 7:7-Unentschieden. Während Tom Fiedler eine Vorarbeit leistete, trug sich Max Riechel dreimal in die Torschützenliste der Deutschen U19 ein.