Mit dem Titelgewinn bei den Herren 30+ hat Sebastian Beilecke vom SV Lok Blankenburg bei den Tennis-Landesmeisterschaften in Halberstadt das herausragende Ergebnis aus Sicht seines Vereins erzielt.

Halberstadt l Sebastian Beilecke startete mit einem mühelosen 6:0, 6:1-Sieg gegen Sebastian Keller von der SG Drosa ins Turnier. Im Viertelfinale traf der Blankenburger auf einen stark spielenden Christoph Timme vom Magdeburger TV Einheit. Der erste Satz kostete viel Kraft, dennoch ließ der Lok-Spieler bei eigenem Aufschlag keinen Breakball zu und landete schließlich einen nie gefährdeten 7:5, 6:2-Sieg.

Die verlorene Kraft konnte Sebastian Beilecke im Halbfinale sparen, denn aufgrund der etwas verwirrenden Turnierleitung und Spielplanung zogen zwei Halbfinalisten zurück. Beide sollten am Sonntag wieder nach Halberstadt reisen, wollten sich die Fahrt aber aufgrund der Überlegenheit ihrer Gegner ersparen.

Im Finale traf der Blankenburger auf Martin Radetzki vom TC Halle, der im Landesoberliga-Team der Herren und der Herren 30+ die Nummer 1 seines Vereins ist. Der Saalestädter spielte sehr stark, profitierten wie Beilecke als starker Aufschläger und mit schnellen Grundschlägen von der Beschaffenheit des Belages in der Halberstädter Halle. Der erste Satz gestaltete sich denkbar knapp, mit Beilecke behielt der etwas mutigere Spieler im Tiebreak mit 7:4 die Oberhand. Im zweiten Durchgang lag der Blankenburger mit 3:1 in Führung, schien sich aber seiner Sache schon zu sicher und erlitt einen schon so oft erlebten Einbruch. Durch viele leichte Fehler ging der Spielrhythmus und auch der Satz mit 3:6 verloren.

Der Entscheidungssatz wurde im Champions-Tiebreak gespielt. Beim Stand von 0:2 entschied Sebastian Beilecke einen langen Ballwechsel für sich und machte den wohl entschiedenen Punkt zum 1:2. Fortan war der Blankenburger wieder präsent und entschied den Tiebreak mit 10:6 zu seinen Gunsten. Nach einem harten Kampf über zweieinhalb Stunden war der Gewinn des Landesmeistertitels perfekt.

Titel als Signal für Vereinsteams

Den Erfolg im Einzel erhofft sich Sebastian Beilecke zugleich als Signal für eine erfolgreiche Saison mit den Vereinsteams. Nach einer erfolgreichen Zeit in den Männerteams des SV Lok mit Aufstiegen der Herren und Herren 30+ in die höchsten Spielklassen Sachsen-Anhalts trat Beilecke als Spielertrainer zurück. "Der Verein hat seit 2012 einen Landesmeister bei den Herren und Herren 30+ hervorgebracht, wurde Vizemeister mit der Mannschaft und im Doppel der Herren und Herren 30+. Dies gab es bis dato in Blankenburg überhaupt noch nicht. In der abgelaufenen Saison wurde um ein Spiel der Landestitel bei den Herren verpasst, auch in der Ü 30 wurde es die Vizemeisterschaft", so Beilecke. Eigentlich ist die Tendenz steigend, aber zum großen Wurf, sprich Landesmeistertitel, fehlt es noch immer am nötigen Zusammenhalt. "Das ist ärgerlich, weil die Herren den ersten Landesmeistertitel verdient hätten und die Herren 30+ eigentlich in die Ostliga gehören. Ich hoffe dieser Weckruf verhilft den neuen Teamkapitänen mit dem richtigen Zusammenhalt zum angestrebten Erfolg", so Beilecke.