Thale l Nach zwei klaren Niederlagen in den jüngsten Heimspielen wollten die Damen der Blankenburger Volleyballfreunde endlich den Klassenerhalt sichern und gleichzeitig die treuen Fans mit einer guten kämpferischen Leistung entschädigen. Beides gelang in der wiederum gut gefüllten Thalenser Mehrzweckhalle, aber die Partie gegen die spielstarken und in der Tabelle einen Rang besser platzierten Berlinerinnen wurde erneut zum Krimi. Ein starker Beginn (4:0) wich im ersten Satz schnell der Ernüchterung: Der TSV Tempelhof/Mariendorf ging mit 10:4 in Führung. Obwohl das Team von Trainer Fred Funk Kampfgeist zeigte, ging der erste Satz nach packender Schlussphase mit 25:23 an die Gäste.

Da sich die BVF-Damen auch beim Aufschlag und in der Abwehr steigerten, erlebten die Zuschauer in der Folge ein gutklassiges Spiel auf Augenhöhe und mit knappen Satzständen. Nach einem 25:22 zum umjubelten Satzausgleich zeigten die Berlinerinnen zum Ende des dritten Durchgangs erstmals Nerven. Als Kapitän Natalie Heinold nach gutem Zuspiel von Anna Goes über die Mitte zweimal knallhart zum 25:23 verwandelte, war die 2:1-Führung und damit auch der Regionalliga-Klassenerhalt perfekt.

Mit der Führung im Rücken, spielten die Volleyballfreundinnen befreit auf. Auch die Außenangreiferinnen punkteten nun erfolgreich. Bei einem Zehn-Punkte-Vorsprung schien die Moral der Berlinerinnen gebrochen. Doch zwei leichte Fehler und eine starke Aufschlagserie des Gegners ließen die BVF-Fans noch einmal bangen. Die Blütenstädterinnen spielten wie gelähmt und der TSV Tempelhof-Mariendorf war dem Satzausgleich beim Stand von 21:23 sehr nahe.In dieser Phase traf Trainer Fred Funk die richtige Entscheidung: Viktoria Lambrecht ersetzte Sarah Weiß, schaffte mit gutem Angriff den Rotationswechsel und danach mit starkem Aufschlag den Ausgleich. Danach kam Sarah Weiß zurück in die Partie, zeigte starke Nerven beim Aufschlag und der Angriff um Natalie Heinold sicherte unter großem Jubel der Zuschauer den vierten Satz (25:23) und damit den 3:1-Sieg.

Blankenburger VF
: Heinold, Lambrecht, Weiß, Haug, Bock, Goes, D. Clemens, Gent, Steckhan.