Nach einem denkbar knappen Sieg im Halbfinale gegen Bonn und einer Niederlage gegen Weißenfels im Finale, haben die Red Devils den Deutschland Pokal im Zuge des final4-Event in Wyk auf der Insel Föhr auf Platz zwei beendet.

Wyk/ Wernigerode (mvo/fbo) l Am Wochenende gastierten die Red Devils als amtierenden Pokalsieger auf Föhr. Das Ziel war klar: im Halbfinale gegen Bonn einen Sieg landen und anschließend im Pokalfinale den Titel verteidigen. Ersteres ging nach dramatischem Spielverlauf auf, Zweites endete mit einer herben Niederlage. Dennoch sind die Harzer nicht unzufrieden: zweitbestes Pokalteam in Deutschland, ein spannendes Halbfinale gespielt und gewonnen, zum dritten Mal hintereinander das Pokalfinale erreicht.

Das Halbfinale gegen Bonn glich genau dem Spielverlauf und der Dramatik des Vorjahres. Nach der schnellen 1:0 Führung bestimmte Bonn im weiteren Verlauf das Spielgeschehen. Nach 40 Minuten lagen die Bonner mit 4:1 in Führung, erhöhten sogar zu Beginn des dritten Abschnittes auf 5:1. Wie im vergangenen Jahr folgte erst in der Schlussphase die Initialzündung der Red Devils: Knapp drei Minuten benötigten die Roten Teufel zum Ausgleich. Die wichtigen Tore erzielten Vojta Krupicka, Juha-Pekka Kuittinen, Joni Liikanen und Robert Müller. Beim 5:5 mussten beide Kontrahenten, wie auch 2013, in die Verlängerung. Im letztjährigen Halbfinale entschieden die Red Devils die Partie genau 16 Sekunden vor Ablauf der Overtime. Diesmal sollte es noch dramatischer werden! Wenige Sekunden vor Ende der Verlängerung erhielt der völlig frei stehende Krupicka den Ball. Er hätte einfach abziehen können, doch er legte nochmals quer auf Robert Müller, der aus dem Gewühl heraus mit der Schlusssirene den Ball im Bonner Tor zum 6:5-Sieg versenkte. Bonn protestierte, die Zeit wäre bereits abgelaufen gewesen, doch die Schiedsrichter gaben den Treffer nach Rücksprache mit dem Schiedsgericht.

Im Pokalfinale standen die Red Devils dem Dauerrivalen vom UHC Sparkasse Weißenfels gegenüber, der sich im Halbfinale mit 8:6 gegen den VfL Red Hocks Kaufering durchsetzte. Auch diese Partie eröffneten die Wernigeröder mit einem schnellen Tor durch Juha-Pekka Kuittinen. Im weiteren Verlauf zog Weißenfels auf 3:1 davon. Zu Beginn des zweiten Abschnittes ließ sich Krupicka abseits des Spielgeschehens zu einem Ellenbogen-Check hinreißen und sah wegen Tätlichkeit Rot (24.). Begleitend kassierten die Red Devils eine 5-Minutenstrafe, was Weißenfels im Überzahlspiel zur 4:1-Führung nutzte. Die Mannschaft brauchte einige Zeit, um sich ohne den Schlüsselspieler Krupicka wieder zu sortieren. Nach dem 1:5 verkürzte Martin Schaberich aus einem Freistoß heraus zum 2:5, doch gegen Ende dieses Durchgangs baute Oskari Kangas die Weißenfelser Führung auf aus.

Im letzten Abschnitt versuchten die Red Devils mit allen Mitteln und Möglichkeiten zu verkürzen, doch nach dem 3:6 durch Raiko Krüger zog Weißenfels mit drei weiteren Toren auf 3:9 davon. Erst in der letzten Spielminute trug Joni Liikanen mit dem vierten Treffer zum 4:9-Endstand noch etwas zur Ergebniskosmetik bei.

Am Ende hatten einige unglückliche Umstände, wie die rote Karte oder auch der kurzfristige krankheitsbedingte Ausfall von Max Riechel für nicht optimale personelle Bedingungen gesorgt. Dennoch hat das Team zusammengehalten. "Von der Einstellung her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben immer bis zum Schluss gekämpft", so der Trainer.

Red Devils: Einecke, R. Müller, Weiß, Fiedler, Liikanen, Krupicka, Blume, Schaberich, Löwenberg, Kuittinen, Mildner, Mertens, P. Müller, Nowak, Krüger, Niederlein, Severin.