Die Jugendehrung des KreisSportBundes Harz hatte am Sonntag etwas von der Oscar-Verleihung, die nur wenige Stunden später einige tausend Kilometer weiter westlich verliehen worden.

Halberstadt l So gab es die Nominierten, ein klasse Rahmenprogramm mit Musik und Unterhaltung, Spannung und - ganz wichtig - die Umschläge, in denen die Sieger notiert waren.

Bereits zum siebten Mal präsentierte die Sportjugend Harz die besten Nachwuchssportler des Landkreises. Die Vielzahl von Bewerbungen hatte es den 50 Juroren keinesfalls leicht gemacht, doch eine Entscheidung musste im Halberstädter Rathaus fallen. In den Kategorien bis 13 Jahre bzw. 14 bis 18 Jahre (jeweils weiblich und männlich), Behindertensport, die beste Mannschaft, das Siegerteam "Jugend trainiert für Olympia" und das Ehrenamt im Kinder-und Jugendbereich gab es Sieger und Platzierte.

Volker Hoffmann, Vorsitzender der Harzkreis-Sportjugend, betonte die Leistung der jungen Sportler: "Hier sind lediglich die fünf Besten vertreten, Anerkennung haben aber alle verdient." Gleichzeitig freute er sich, dass "so viele Sportarten vertreten waren".

Sein "Chef", KSB-Präsident Henning Rühe, freute sich, dass alle drei Bürgermeister der ehemaligen Kreisstädte vor Ort waren. Er begrüßte Eberhardt Brecht (Quedlinburg), Peter Gaffert (Wernigerode) und Andreas Henke (Halberstadt). Rühe betonte die enorme Bedeutung des Vereinssports: "Es ist das Fundament für die Gesellschaft." Volker Hoffmann dankte er schon im Vorfeld für die Organisation, "du und deine Leute habt das wieder gut vorbereitet".

Der Landesvorsitzende der Sportjugend, Dirk Meyer, bescheinigte dem KSB Harz gute Arbeit: "Der Landkreis ist ein Vorbild was die Verbindung Sport und Gesellschaft betrifft." Er lobte die gute Durchführung der Landesjugendspiele in Benneckenstein und Schierke und unterstrich, dass neben den Winter- etliche andere Sportarten im Harz verwurzelt sind. "Bei den Auszeichnungen auf Landesebene in zwei Wochen sind bestimmt auch Harzer Athleten dabei."

Landrat Martin Skiebe richtete den Dank an die Übungsleiter: "Solche Leistungen wie zuletzt in Sotschi sind nur möglich, wenn an der Basis so gearbeitet wird. Hoffen wir also, dass es einige Harzer vielleicht bis zu Olympia schaffen."

Moderiert von Katy Löwe und Elli Fedorowski, sie musste im Verlauf aufgrund von Kreislaufproblemen kurzfristig durch Bernd-Peter Winter ersetzt werden, bot die Veranstaltung ein knackiges und kurzweiliges Programm. Gleich zwei Titel feierte der Karateverein aus Ballenstedt. Celina-Justine Fengewisch (bis 13 Jahre) und Marie-Josefine Richter (14 bis 18 Jahre) hatten hier die Nase vorn. Bemerkenswert: Richter holte den vierten Sieg in Serie.

Ebenfalls beide Titelträger stellte bei den Jungen der TC Harz: Malte Schüler (bis 13 Jahre) und Lucas Liebegut (14 bis 18 Jahre) bekamen den Pokal überreicht. Die Flossenschwimmer räumten auch in der Teamwertung ab. In der Kategorie "Behindertensport" lag Lucas Fröse aus Halberstadt an erster Stelle.