Wernigerode (ybr/fbo) l Das war der weiteste Wurf seiner Karriere - und doch hat es nicht ganz zur Medaille gereicht. Der Blankenburger Karl-Heinz Brink hat bei der 13. Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaft in Erfurt, wo gleichzeitig die Winterwurf-Wettbewerbe ausgetragen wurden, als Vierter nur knapp einen Platz auf dem Siegerpodest verpasst.

Knapp 1000 Teilnehmer aus 565 Vereinen konnten die Organisatoren in der thüringischen Landeshauptstadt an zwei Wettkampftagen begrüßen. Der Wurfspezialist des SV Lok Blankenburg ging mit aussichtsreichen Medaillenchancen am Sonntag im Speerwurf der Altersklasse M 55 an den Start. In einer hochklassigen Konkurrenz hatten die Athleten ständig mit wechselnden Winden zu kämpfen. Dennoch gelang dem Harzer im fünften Versuch eine neue persönliche Bestleistung mit 49,02 m. Nur knapp zwei Meter fehlten dem Viertplatziertem am Ende zum Bronzerang. Der spätere Sieger Joachim Seiffert warf den Speer rund zehn Meter weiter und stellte mit 59,24 m einen neuen Deutschen Rekord auf.

Als einzige Teilnehmerin des Harz-Gebirgslaufverein Wernigerode startete Yvonne Brandecker in Erfurt über 800 m der Altersklasse W 35. Die Wernigeröderin hatte zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen und konnte nicht mehr an ihre Ergebnisse der Hallenlandesmeisterschaften anknüpfen. Zudem ging es gleich zu Beginn in einem "Höllentempo" los, da trotz der großen Teilnehmerzahl von zehn Läuferinnen ein Massenstart durchgeführt wurde. "Eigentlich werden 800 m-Läufe in Bahnen gestartet, vielleicht wäre das Rennen dann anders verlaufen", so die HGL-Athletin. Am Ende blieb die 37-Jährige in 2:33,88 min rund drei Sekunden über ihrer Saisonbestzeit und wurde Sechste. Ihren Start über 3 000 m sagte sie vorsichtshalber ab, um den weiteren Saisonverlauf nicht zu gefährden.