Wernigerode l Nach drei Niederlagen in Serie hat der HV Wernigerode einen so genannten "Big point" eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Björn Ahsleben besiegte den Tabellenzweiten HBC Wittenberg mit 30:27. Im Kampf um den Klassenerhalt war dieser Heimsieg enorm wichtig. Wie wichtig, das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Spieltages, denn auch die direkte Konkurrenz vom HSV Magdeburg, HV Rot-Weiß Staßfurt II und die SG Seehausen fuhren jeweils Siege ein.

Mit lediglich drei Feldspielern auf der Wechselbank waren die Vorzeichen wiederum nicht optimal, jedoch zeigten die Hausherren von Beginn an eine konzentrierte Vorstellung. Der Favorit aus der Lutherstadt ging zwar in Führung, der HVW glich allerdings immer aus. Ein selbstbewusst auftretender Norman Hoffmann hatte dann Anteil daran, dass es nach zehn Minuten 7:4 für die Gastgeber stand. Der Trainer der Wittenberger reagierte zunächst mit lautstarken Anweisungen von außen, dann mit der Grünen Karte. Bis zur Pause blieben die Gastgeber das bessere Team. Nur beim 10:10 und 14:14 herrschte Gleichstand. Mit dem Pausensignal verkürzte der HBC nach einem Abpraller noch glücklich zum 17:16. Trainer Ahlsleben verbreitete weiter positive Stimmung, war überzeugt von einem Heimsieg: "Im Hinspiel waren wir auch spielerisch gut, lagen zur Halbzeit gleichauf. Danach zerstörten zu viele Fehler den Traum von einem oder zwei Punkten."

Der HVW hielt die Fehlerzahl auch im zweiten Abschnitt gering, agierte konzentriert und die Defensive mit einem bärenstarken Andreas Wisotzky dahinter knüpfte dem HBC den ein oder anderen Ball ab. Am Ende konnte Wisotzky eine Fangquote von über 40 Prozent vorweisen. Dem 20:16 folgte beim 22:22 jedoch eine Schwächephase. Die Wernigeröder schafften es aber erneut nachzulegen. In den wichtigen Phasen waren die Harzer an diesem Tag aufmerksam. Rückraumspieler Marcus Czaja lieferte mit elf Treffern eine gute Partie ab und stach aus einer guten Teamleistung heraus.

Trainer Ahlsleben war nach Abpfiff sehr zufrieden mit der Mannschaft: "Diesmal hat vieles gut funktioniert. Die Abwehr war immer auf Ballhöhe und unsere Fehlerzahl blieb auf einem geringen Niveau."

HV Wernigerode: Wisotzky, Zimmermann - Hoffmann (6), Karau, Liebscher (1), Czaja (11/1), Nierlein (3), Meißner (2), Stecker (6/4), Weist, Sackmann (1);

Siebenmeter: HV Wernigerode 7/5; HBC Wittenberg 7/5; Zeitrstrafen: HVW 5, HBC 7;