Elbingerode (ige) l Die Bodfeld Baskets Oberharz haben das Sachsen-Anhalt-Derby beim BC Aschersleben deutlich mit 81:104 verloren. Durch den gleichzeitigen Sieg des Mitkonkurrenten DBV Charlottenburg gegen den ASC Göttingen ist der Abstieg für das Team um US-Amerikaner Mason Walters kaum noch abzuwenden.

Die Blau-Weißen verschliefen wie gewohnt den Start in die Partie und lagen nach dem ersten Viertel mit 13:27 im Hintertreffen. Erneut konnten die Baskets ihre Gegenspieler nicht gut genug verteidigen, immer wieder konnten die Tigers freie Würfe nahmen oder bekamen dank des Ex-Baskets Ljubisa Markovic (sieben Offensiv Rebounds) eine zweite oder dritte Wurfchance. Zur Halbzeit lagen die Bodfeld Baskets bereits mit 20 Punkten zurück (35:55).

Allerdings ließ der Halbzeitstand aus Berlin hoffen, der ASC Göttingen führte mit 17 Punkten. Trotz aller Bemühungen konnten die Baskets nur Paroli bieten, wenn Aschersleben wechselte. Die "Starting Five" der Tigers ließ den Oberharzern keine Chance. Allein Julius Zurna mit einer Trefferquote von 75 Prozent aus dem Zwei-Punkte-Bereich, der im Zug zum Korb nicht aufzuhalten war, stellte die BBO vor unlösbare Probleme.

Im Angriff der Baskets zeigte Matic Lozar (16 Punkte) eine gute Leistung, wogegen sein Landsmann Leon Dronjak (ein Punkt, vier Fouls) einen rabenschwarzen Tag erwischte. Ricardo Thomas wurde von Coach Christian Schäfer für seinen Trainingsfleiß mit Spielzeit belohnt und bedankte sich prompt mit zwei Punkten und zwei Rebounds.

"Die letzten beiden Viertel waren auf Augenhöhe, allerdings auch nur, weil Aschersleben viel wechselte", so das ernüchternde Resümee von Assistenztrainer Kilian Klankers nach der 81:104-Niederlage. Noch dicker kam es nach dem Abpfiff. Charlottenburg war es gelungen, das Spiel gegen Göttingen zu drehen. Damit sind die Chancen der Baskets auf den Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur.

"Es ist uns über die Saison nicht gelungen, das Team defensiv auf das Niveau der 1. Regionalliga zu bringen. Viel zu oft passieren uns kleine Fehler. Da kann man den Spielern keinen Vorwurf machen, das ist unser Werk als Coaches. Um etwas Positives zu sehen, sollte man sich die Entwicklung der jungen Spieler betrachten. Außerdem spielen wir in der Offensive sehr diszipliniert und scoren reichlich. Wie gesagt, das Problem liegt defensiv, hier haben wir als Coaches versagt. Bei aller Kritik darf man nicht vergessen, Kilian ist 21 Jahre alt und ich bin 22. Für uns beide ist es unser erstes ,Profi-Jahr`. Beide haben wir uns dazu entschlossen, diese Aufgabe zu übernehmen, da es den Verein wohl sonst nicht mehr gegeben hätte", so ein deprimierter Baskets-Coach Christian Schäfer direkt nach Abpfiff.

Bodfeld Baskets Oberharz: Dronjak (1), Walters (23), Tenev (20), Lozar (16), Barnett (12), Tralla (4), Weber (3), Thomas (2), Samsonov, Schlemmer.