Wulferstedt (bkr/jsc) l Nach einer gefühlten Ewigkeit musste der FSV Grün-Weiß Ilsenburg mal wieder eine Niederlage gegen die Wulferstedter Germania quittieren. Diese kam auf Grund großer Probleme im Defensivverhalten folgerichtig und fiel mit 1:4 auch recht deutlich aus. Zudem spitzte sich die Personalsituation bei den Grün-Weißen noch weiter zu. Die sieben Ausfälle und mehrere angeschlagene Akteure konnten trotz der Unterstützung aus der zweiten Mannschaft (Tobias Krumbholz und Marco Schelske) nicht kompensiert werden.

Nach passablem Beginn der Grün-Weißen, Jörg Treziak scheiterte in aussichts- reicher Position an Germanias-Schlussmann Sebastian Sievers (4.), übernahmen die Platzherren die Initiative. Sebastian Stadler verzog zunächst (10.) und nach einem Eckball standen Robert Dreyer und Marcus Behrens völlig frei und die Wulferstedter gingen früh in Führung (14.). Der FSV brauchte danach einige Minuten, um den Gegentreffer zu verdauen, kämpfte sich dann aber nach und nach ins Spiel. Andy Hentschel setzte dann für die Gäste ein Achtungszeichen mit einem Schuss aus der Drehung (23.). Dreyers Kopfball nach einem Freistoß landete auf der Gegenseite auf dem Lattenkreuz (31.). Dann setzte sich Steven Boas durch und sorgte im Nachsetzen für den verdienten Ausgleich (36.). Unmittelbar vor der Pause wurde ein erfolgversprechender Spielzug des FSV zur Ecke geklärt (45.+1).

Konnten die Ilsenburger mit den ersten 45 Minuten noch zufrieden sein, so brach es im zweiten Abschnitt über den FSV herein. Dreyers Schuß lenkte Grün-Weiß-Keeper Patrick Schimkat noch um den Pfosten (50.). Doch dann entschieden die Germanen innerhalb von elf Minuten viel zuleicht das Spiel, begünstigt durch unglaubliche Fehler des FSV. Stadler (54.) und Axel Wolter (65.) jeweils per Kopf sowie Daniel Frick von der Strafraumgrenze (57.) sorgten schließlich für die Entscheidung und ließen den FSV erneut mit leeren Händen ins Eichholz zurückkehren. Daran änderten auch die beiden Aktionen von Boas nichts mehr (64., 68.). Erwähnenswert ist die wohltuende Fairness beider Teams, die es dem Schiri-Kollektiv leicht machten.

FSV Grün-Weiß Ilsenburg: Schimkat - Bräunel, Harring (78. Hahmann), Ebert, Mastalirsch, Hentschel, Kremling, Treziak, Krumbholz, Schelske, Boas;

Torfolge: 1:0 Marcus Behrens (14.), 1:1 Steven Boas (36.), 2:1 Sebastian Stadler (54.), 3:1 Daniel Frick (57.), 4:1 Axel Wolter (65.); Schiedsrichter: Thomas Wissel; Zuschauer: 102.