Für die Floorballer des Red Devils ist die Saison frühzeitig beendet. Im Playoff-Viertelfinale zur Deutschen Meisterschaft verloren die Harzer das Entscheidungsspiel gegen den TV Lilienthal mit 5:6 nach Verlängerung.

Wernigerode (mvo/ige) l In der Verlängerung des dritten und entscheidenden Viertelfinalspiels platzte nach knapp drei gespielten Minuten der Traum vom Halbfinale. Die Spieler sackten erst mal zusammen, die Enttäuschung war im gesamten Team zu spüren.

Einen Tag zuvor hatten die Red Devils mit einem hart erkämpften 8:7-Sieg ein Entscheidungsspiel erzwungen. Nach einem schnellen Rückstand korrigierten Robert Müller und Raiko Krüger das Ergebnis zu einer 2:1-Führung. Lilienthal gelang prompt der Ausgleich, doch Juha-Pekka Kuittinen schoss die Hausherren mit einem verwandelten Strafstoß wieder in Führung. Nach dem erneuten Ausgleich sorgte Vojta Krupicka im Überzahlspiel für das 4:3. Auch im zweiten Durchgang lieferten sich beide Kontrahenten eine ausgeglichene Partie, durch Tore von Raiko Krüger, Juha-Pekka Kuittinen und Vojta Krupicka wuchs der Vorsprung auf 7:5 an.

Der letzte Abschnitt war an Spannung kaum zu überbieten. Den Anschlusstreffer der Gäste konterte Robert Müller mit dem 8:6. Knapp zehn Minuten vor Ende der Partie stellten die Gäste erneut den Anschluss her, doch die Devils brachten die knappe Führung mit Unterstützung der etwa 250 Zuschauern über die Zeit.

Das dritte Playoff-Duell begann mit zwei schnellen Devils-Toren durch Juha-Pekka Kuittinen und Robert Müller. In der letzten Sekunde des Anfangsdrittels nutzte der TV Lilienthal eine Überzahlsituation zum 2:1. Im zweiten Abschnitt gelang den Gästen zunächst der Ausgleich, doch Vojta Krupicka schoss die Teufel wieder in Front. Diese hielt gegen bissige Wölfe aus Lilienthal aber nur wenige Sekunden. Im Schlussdrittel entwickelte sich dann ein echter Playoff-Fight: Vojta Krupicka und der frisch eingewechselte Peter Müller sorgten binnen zwei Minuten für die 5:3-Führung, doch die nimmermüden Gäste kämpften sich mit einem Doppelschlag zurück. In den verbleibenden 14 Minuten der regulären Spielzeit gab es keine weiteren Tore, somit mussten beide Teams den Gang in die Verlängerung antreten. Hier sorgte Mark-Oliver Bothe für die Entscheidung und das bittere Saisonende der Red Devils.

Mit hängenden Köpfen verließen die Devils die Halle, doch wenige Stunden nach dem Saisonende schauten sie mit Zuversicht und Vorfreude auf die neue Saison. "Lilienthal war in zwei Spielen besser als wir, das können wir neidlos anerkennen. Die Masse an Nachwuchs stimmt uns aber sehr positiv und es braucht Zeit, die Talente heranzuführen. Auf diesem Weg muss man auch mal kleine Rückschläge einstecken, damit haben wir kein Problem. Wir werden gestärkt zurück kommen und freuen uns bereits auf die nächste Saison", so Devils-Manager Mario Vordank.

Red Devils Wernigerode: Blume, Severin - Einecke, R. Müller, Weiß, Fiedler, Liikanen, Krupicka, Schaberich, Löwenberg, Kuittinen, Mildner, Mertens, P. Müller, Krüger, Niederlein.