Blankenburg (fbo) l Werbung in Sachen Handballsport haben die Teams aus Blankenburg und Oschersleben betrieben. Die rund 150 begeisterten Zuschauer im Sportforum sahen mit dem SV Lok den bereits feststehenden Aufsteiger in die Verbandsliga, der sich auch bei der SG Stahl durchsetzte.

Die Gäste mit eigenem Fanbus und Fanblock angereist wollten sich mit einer ordentlichen Leistung in die Sommerpause verabschieden. Daran ließen sie auch von Beginn keinen Zweifel aufkommen. Zielstrebig vorgetragene Angriffe und eine kompromisslose Abwehr stellten die Blankenburger frühzeitig vor einige Probleme. Motiviert durch die tolle Kulisse gelang es aber, die Partie offen zu gestalten. Der Tabellenführer legte vor, die Hausherren glichen aus. Nachdem die letzte Nervosität abgelegt wurde, wurde nach zehn Minuten eine 8:6 Führung herausgeworfen. Über die Stationen 10:10, 13:13 gingen die Oscherslebener mit einer knappen 17:16 Führung in die Pause.

Die Blankenburger hatten sich in der Halbzeit vorgenommen "genau so weiterzuspielen". Doch wie so oft in dieser Saison, kam es völlig anders. Fünf Tore in Folge der Bodestädter zum 23:17 zogen dem Tabellenletzten früh den Nerv. Für die Moral der Blankenburger spricht, dass sie sich nicht aufgaben. Tor um Tor wurde aufgeholt und beim 27:30 bestand mehrfach die Chance, den Rückstand weiter zu verkürzen. Die Gäste nahmen in dieser Phase ihre Auszeit und der Gästetrainer versuchte seine Mannschaft noch einmal wachzurütteln. Mit Geschick und dem Selbstbewußtsein des Tabellenführers schaukelten die Gäste das Spiel auch zu Ende und siegten am Ende verdient 34:31. Es folgten Jubelszenen auf der einen Seite und traurige Gesichter auf der anderen.

"Das war die leichteste Aufgabe im Abstiegskampf, niemand erwartete einen Sieg von uns. Im Spielverlauf war sogar mehr drin. Schade, der verschlafene Start in die zweite Halbzeit hat uns aus der Bahn geworfen. Trotzdem sind wir stolz, ein gutes Ergebnis gegen den Aufsteiger geschafft zu haben und die Zuschauer sind auch voll auf Ihre Kosten gekommen", war die Reaktion der Stahl-Trainer nach der Partie.

SG Stahl: Lösche, Fickenwirth - Fricke (1), Gebauer (1), Kalinowsky (1), Walter (2), Pökel (5), Gassmann, Wilde 9, Wolf (6), Czieschelski, Anders (1), Dieterich (4).