Der FSV Grün-Weiß Ilsenburg steckt weiter tief in der Klemme, während der Blankenburger FV seinen Mittelfeldplatz sicherte. Das Harzkreis-Derby endete mit 2:0 (0:0).

Blankenburg l Für Ilsenburg werden die kommenden Wochen hart: Im Abstiegskampf kommt man nicht vorwärts, im Gegenteil: Der OSC II ist nun bis auf zwei Punkte herangerückt. Personell muss man weitere Einschränkungen hinnehmen. Mit Kapitän Andreas Kremling (fünfte Gelbe) und Fabian Weber (Gelb-Rot) fehlen beim am Spieltag zwei weitere Akteure. "So eine Situation gab es bei uns noch nie", beschrieb Teammanager Jürgen Schröder.

Die rund 70 Zuschauer im Sportforum sahen kein schönes Spiel. Die erste Halbzeit war zerfahren, meist spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab. Einige Standards waren die Höhepunkte, sonst passierte nicht viel. Das war von beiden Seiten viel zu wenig.

Deutlich mehr Bewegung kam mit Wiederanpfiff in diese Begegnung, an Attraktivität gewann das Duell jedoch dadurch nicht. Beide Mannschaften machten es Schiedsrichter David Kawitzke nicht leicht. So gab es etliche Nicklichkeiten, kleinere Fouls und Provokationen. Das wiederum hatte viele Gelbe Karten und wenig Spielfluss zur Folge. Als BFV-Angreifer Christoph Pinta (wiederholt) einen Strafstoß haben wollte, platzte FSV-Coach Frank Rosenthal der Kragen. Da ihn Kawitzke bereits verwarnt hatte, blieb ihm nur noch der Tribünenplatz. Auch die Gelb-Roten Karten gegen Fabian Weber (Ilsenburg, 60.) und nur kurz danach Björn Friedrichs (BFV, 62.) gehörten zu den negativen Höhepunkten.

Dabei bot die zweite Halbzeit auch Spielerisches: Steven Boas hatte gleich zweimal die Führung für den FSV auf dem Fuß (57., 67.). Als er BFV-Ersatzkeeper Kersten Lüttich umkurvt hatte und den Ball nur noch einschieben brauchte, hatten seinen Teamkollegen den Torschrei auf den Lippen. Jedoch ging das Leder links am Tor vorbei. Beim BFV waren es Pinta und Marcel Schröder, die immer wieder den Abschluss suchten. Als beim BFV Marcus Schwarzenberg eingewechselt wurde, war deutlich mehr Struktur erkennbar. Der Gastgeber hatte viel Ballbesitz, Ilsenburg versuchte es weiter per Konter. Diese Nadelstiche waren immer kreuzgefährlich, jedoch blieb der FSV im Abschluss zu schwach. Ein Sonntagsschuss von Andreas John brachte die Blütenstädter spät auf die Siegerstraße (83.). Der FSV machte auf, warf alles nach vorne, dadurch gab es hinten große Lücken. Eine davon nutzte Schröder zur Entscheidung.

BFV: Lüttich - Wegert, Neudek, Friedrichs, Schröder, Matznick (62. Schwarzenberg), Pinta (76. Effler), Brüser, Leventyüz, Schreiber, John;

FSV Grün-Weiß: Stötzner - Enigk, Bräunel (77. Litwin), am Ende, Harring, Hahmann (65. Treziak), Reuss, Boas, Weber, Kremling, Ebert;

Torfolge: 1:0 Andreas John (83.), 2:0 Marcel Schröder (90.); Gelb-Rot: Fabian Weber (FSV, 60.), Björn Friedrichs (BFV, 62.); Schiedsrichter: David Kawitzke (Rhoden); Zuschauer: 67.

 

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