Wernigerode (ige) l Der MSV Wernigerode hat seinen Aufwärtstrend in der Frauenfußball-Regionalliga Nordost nicht bestätigen können. Nachdem die Storbeck-Elf in der Vorwoche beim 0:1 gegen den 1. FFC Fortuna Dresden ihre beste Saisonleistung gezeigt hatte, setzte es gegen den Spitzenreiter 1. FC Union Berlin wieder eine deutliche 0:9-Packung.

Die Harzerinnen fanden ohne ihre verletzte Spielmacherin Stephanie Abel schwer in die Partie und lagen bereits nach acht Minuten durch einen Doppelschlag von Nathalie Klefisch und Kristina Böhm mit 0:2 im Hintertreffen. Durch kleine Fehler der MSV-Elf gelang es den Gästen aus Berlin immer wieder, die Abwehr der Wernigeröderinnen unter Druck zu setzen. Bis zur Pause legte Union durch Julie Ilmann und erneut Klefisch zum 0:4 nach. Zwar zeigte auch der MSV Wernigerode im Ansatz einige gute Kombinationen, spielte sich aber kaum Chancen heraus.

Auch nach der Pause bestimmte der Tabellenführer das Geschehen und legte fünf weitere Treffer zum 0:9-Endstand nach. Dabei gaben die Spielerinnen des MSV Wernigerode nie auf und stemmten sich mit allen Kräften gegen eine noch höhere Niederlage.

"Es war heute irgendwie ein gebrauchter Tag. Natürlich kann man gegen den Tabellenersten verlieren, jedoch ärgert mich die Art und Weise, wie wir uns heute verkauft haben. Gerade nach den letzten guten Spielen ist das schmerzhaft. Aber wer uns kennt, der weiß, dass wir wieder einmal gestärkt aus diesem Spiel gehen", so MSV-Trainer Kevin Storbeck.

MSV Wernigerode: Hein - Raulf, I. Köder, Wagner, K. Köder, Deter (75. Manger), Müller, Franke (46. Heine), Perez Soza, Günther, Kautermann (66. Buschhorn);

Torfolge: 0:1 Nathalie Klefisch (6.), 0:2 Kristina Böhm (8.), 0:3 Julie Illmann (14.), 0:4 Nathalie Klefisch (38.), 0:5 Sabrina Mohr (57.), 0:6 Nathalie Klefisch 60.), 0:7 Sabrina Mohr (70.), 0:8 Jenny Trommer (80.), 0:9 Lisa Görsdorf (89.); Schiedsrichter: Christine Weigelt; Zuschauer: 47.