In der Landesklasse hat der FSV Grün-Weiß Ilsenburg drei eminent wichtige Zähler eingefahren und damit im Kampf gegen den Abstieg gepunktet. Für die Harzer war es der erste Sieg nach zuvor neun sieglosen Begegnungen.

Ilsenburg (fbo) l Gegen den SV 09 Staßfurt wurde mit dem 5:1 (3:1) außerdem die Niederlage vom Hinspiel (1:5) egalisiert.

Die wichtigste Erkenntnis für die Ilsenburger: Der Bann ist endlich gebrochen. Trotz weiter bestehender akuter Personalnot konnte im Eichholz endlich der erste Pflichtspielsieg des Jahres bejubelt werden. Mit dem deutlichen 5:1-Sieg gegen Staßfurt wurde der erste wichtige Schritt in Richtung angestrebten Klassenerhalt getätigt. Immer noch acht (!) Ausfälle mussten allerdings gegen die Elf aus dem Salzlandkreis kompensiert werden, dabei machte sich das Comeback von Michael John äußerst positiv bemerkbar. Auch Maik Eggert und Nils Maneke waren nach längerer Pause wieder einsatzfähig, die Unterstützung aus der zweiten Mannschaft (Frank Görtz, Felix Kaiser, Marcus Brehsan) funktionierte.

Nach einem Harring-Freistoß (3.) kam der FSV Grün-Weiß zunächst nicht so richtig in die Gänge, erst Steven Boas setzte ein Achtungszeichen (18.). Nur eine Minute später folgte die Führung für die Gastgeber: Nachdem Boas und Matthias Enigk geblockt wurden, traf Harring aus 20 Metern (19.). Bis zum zweiten Treffer bestimmten die Gäste vor allem durch den schnellen Lieder die Szenerie. Als Keeper Philipp Beier Nils Maneke in höchster Not fällen musste, versenkte René Harring den fälligen Elfmeter sicher (35.). Treffer Nummer drei sah dann richtig nach Fußball aus, denn einen Diagonalpass von Harring legte Boas zurück - die Direktabnahme verwertete Enigk zum 3:0 (40.). Als Felix Jesse per direktem Freistoß über die etwas zu passive Ilsenburger Mauer unhaltbar verkürzte (45.), zitterten den Grün-Weißen kurzzeitig die Knie.

Nach der Pause prüfte zuerst Boas Beier (48.), Jan Winkler verstolperte auf der Gegenseite (51.). Das 4:1, von Maneke mit etwas Glück erzielt, entschied die Partie (54.). Die Chancen für den FSV wurden nun immer klarer, allein Maneke sündigte mehrfach bei sogenannten Todsicheren (64., 74. Lattenkreuz, 79. Außennetz). Zwischenzeitlich handelte sich der beste Staßfurter Matthias Lieder eine Rote Karte ein. Der krönende Abschluss kurz vor dem Abpfiff wurde vom eingewechselten Routinier eingeleitet. Den Traumpass von Sven Hahmann veredelte Boas zum verdienten fünften Treffer. Das war Balsam für die geschundene Grün-Weiße Seele.

In der Tabelle hat der FSV jetzt vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Nach dem Sieg gehen die Ilsenburger mit Selbstbewusstsein ins Derby in Veckenstedt (4. Mai).

FSV Grün-Weiß: Stötzner - Eggert, John, Görtz, Enigk, Kaiser (63. Mastalirsch), Treziak, Bräunel (81. Hahmann), Boas, Maneke (83. Brehsan), Harring;

Torfolge: 1:0, 2:0 René Harring (19., 35. Foulelfmeter), 3:0 Matthias Enigk (40.), 3:1 Felix Jesse (45.), 4:1 Nils Maneke (54.), 5:1 Steven Boas (88.); Schiedsrichter: Eckhard Skorsetz (Biere); Zuschauer: 80.