Der FSV Grün-Weiß Ilsenburg hat das "Sonntagsderby" der Fußball-Landesklasse gewonnen. Mit einem 2:0-Erfolg beim SV Fortschritt Veckenstedt baute die Rosenthal-Elf ihren Vorsprung auf die Abstiegsränge auf sieben Punkte aus.

Veckenstedt l Die Ilsestädter schienen mit dem klaren Vorwochensieg gegen Staßfurt viel Selbstvertrauen getankt zu haben, die Grün-Weißen legten vor einer ordentlichen Kulisse von 200 Zuschauern los wie die Feuerwehr. Bereits in der ersten Minute wurde Fortschritt-Keeper Christopher Wagenführ von Steven Boas das erste Mal geprüft, auch bei einem Freistoß des FSV-Angreifers war der Veckenstedter Schlussmann im bedrohten kurzen Eck (3.). Nur weitere zwei Minuten später kam Andreas Kremling nach einem Freistoß völlig freistehend zum Kopfball, traf das Leder aber nicht voll.

Mit viel Glück hatten die Veckenstedter die Anfangsoffensive überstanden, dennoch blieb der FSV Ilsenburg klar tonangebend. In der 28. Minute zog Marcel Bräunel aus knapp 30 Metern ab, nur mit Mühe lenkte Wagenführ den Ball an den Innenpfosten und bekam ihn dann vor dem heranstürmenden Steven Boas zu fassen. Kurz darauf schoss Andreas Kremling nach Doppelpass mit Nils Maneke genau in die Arme des Forschritt-Torhüters (31.). Eine Minute später war der Bann gebrochen. Zwar scheiterte Steven Boas nach Querpass von Fabian Weber erneut an Wagenführ, doch Christoph Zwenzer beförderte den zurückspringenden Ball aus vollem Lauf ins eigene Tor.

Während die Platzherren im Verlauf der ersten Halbzeit ohne hochkarätige Torchance blieben, hätte der FSV noch vor der Pause nachlegen knnen. Steven Boas (35.), Sven am Ende (43.) und Andreas Kremling per Kopfball (44.) verpassten eine beruhigende Führung.

Die Vorentscheidung ließ aber nicht lange auf sich warten. Im zweiten Durchgang war noch keine Minute gespielt, als die Gäste das 0:2 nachlegten. Zwar scheiterte Steven Boas nach Rückpass des eingewechselten Thilo Mastalirsch, aber im Nachsetzen schlenzte Nils Maneke den Ball ins rechte, obere Toreck. In der Folgezeit hätten Steven Boas (51.) und Thilo Mastalirsch (55.) die Führung ausbauen können, auch die Einladung von Dominik Kilian, der eine Mastalirsch-Eingabe genau vor die Füße von Boas abwehrte, nahm der FSV-Torjäger nicht an (59.).

Danach verloren die Gäste etwas ihre Linie und gestatteten auch den Veckenstedtern ihre erste Möglichkeit. Nach einem langen Freistoß verfehlte der eingewechselte Brian Martini nur knapp (68.). Im Gegenzug waren dann aber wieder die Ilsenburger an der Reihe. Boas scheiterte aus spitzem Winkel an Wagenführ, den Nachschuss von Andreas Kremling klärte Felix Abel auf der Linie. Auch Nils Maneke scheiterte wenig später nach Harring-Pass aus halblinker Position an Wagenführ (71.), den Schuss von Sven am Ende lenkte der Veckenstedter Keeper über die Querlatte (72.). Die letzten Chancen gehörten dann schließlich dem Gastgeber: Christoph Schönfelder verpasste nach Zwenzer-Vorarbeit (88.) ebenso den Ehrentreffer wie Tino Nippert, der in der 90. Minute knapp am langen Eck vorbei schoss. So blieb es in einem hart umkämpften, aber jederzeit fairen Derby beim verdienten 2:0-Sieg des FSV Grün-Weiß Ilsenburg.

SV Fortschritt Veckenstedt: Wagenführ - M. Abel (55. Martini), Kilian, F. Abel, Nippert, Zwenzner, Milde (33. Löppen), D. Laue, T. Laue, Golz, Schönfelder;

FSV Grün-Weiß Ilsenburg: Schimkat - Enigk, am Ende, Reuß, Görtz, Kremling, Bräunel, Maneke, Weber (46. Mastalirsch), Harring (90. Treziak), Boas;

Torfolge: 0:1 Christoph Zwenzer (32. Eigentor), 0:2 Nils Maneke (46.); Schiedsrichter: Dirk Reider (Halberstadt); Zuschauer: 200.