Ilsenburg l Mit dem Schweizer Beat Hefti fand der Anschub-Wettbewerb auch in diesem Jahr seinen herausragenden Athleten. Trotz starker Konkurrenz aus Deutschland mit dem Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt und dessen Oberhofer Vereinskollegen David Ludwig fuhren die Eidgenossen sowohl im Zweier- als auch im Vierer-Bob einen souveränen Sieg heraus.

Sehr gute Zeiten fuhren auch die Sportler des Mitteldeutschen SC. Allerdings war das Team aus Magdeburg nach dem kurzfristigen Ausfall seines Piloten Enrico Walther mit vier Anschiebern angereist und fuhr damit außer Wertung. Phillipp Webeto und Birk Lösche hätten im Zweierbob mit ihrer Zeit immerhin den zweiten Platz erkämpft.

Die Grundlagen dafür, dass der Ilsenburger Sommer-Bob- und Skeleton-Cup auch zu seinem Jubiläum im nächsten Jahr wieder ein hochklassiges Starterfeld präsentieren kann, wurden bereits am Rande dieser Veranstaltung gelegt. Bundestrainer Christoph Langen lobte das Engagement des BRC Ilsenburg. "Es wird sehr viel in diesem kleinen Verein getan. Als Bob- und Schlittenverband Deutschland werden wir die Veranstaltung auch in Zukunft unterstützen, um den Kaderathleten eine Abwechslung zum Training zu ermöglichen. Es ist eine gute Möglichkeit, die eigenen Leute zu testen und einen Vergleich zur absoluten Weltklasse zu bekommen, um sich anschließend im Training weiter verbessern zu können", erklärte der Cheftrainer der Deutschen Bobfahrer gegenüber dem Ilsenburger Publikum.

Der Gastgeberverein nutzte den würdigen Rahmen und die tolle Zuschauerkulisse, um zahlreiche Athleten und fleißige Helfer für ihre langjährige Teilnahme auszuzeichnen. Die Ehrenmedaille als höchste Auszeichnung erhielten für 15 malige Teilnahme Jens Eggert, Gregor Riehmer und Beate Behrens aus dem Organisationsteam sowie bei den aktiven Sportlern Bodo Ferl, der ehemals für Oberhof und heute für den Kyritzer LV startet.

Ein historisch wertvolles Fundstück wurde zum Abschluss der Siegerehrung von Präsident Dirk Sielaff überreicht. Die Goldmedaille des Rennrodel-Doppelsitzers Walter und Richard Feist von den Europameisterschaften 1929 in Semmering hatte sich vor kurzem in Polen angefunden und wurde nun an den Nachkommen, Dr. Sigurd Feist, übergeben.

   

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