Der SV Olympia Schlanstedt startet am 2. August mit einem Auswärtsspiel in die neue Landesklasse-Serie. Bis zum Anpfiff beim TSV Hadmersleben will das Berei/Wilhelm-Team die Zeit nutzen, um gut vorbereitet in die Spielsaison 2014/15 zu gehen.

Schlanstedt l Das Trainergespann Uwe Wilhelm und Mike Berei geht in seine zweite Saison als Verantwortliche an der Seitenlinie. Vor Beginn der Saison 2013/14 wollte man in ruhigere Fahrwassr kommen. Diese Maßgabe wurde umgesetzt: Die Schlanstedter hatten von Beginn an nichts mit den unteren Tabellenplätzen zu tun, standen entweder im gesicherten Mittelfeld oder streckten zeitweise sogar zart die Fühler in Richtung Tabellenspitze aus. Am Ende sprang ein sehr solider fünfter Tabellenplatz heraus.

Diese Platzierung wird in der nun startenden Serie als neue Zielsetzung genommen, Uwe Wilhelm: "Wir wollen uns nicht verschlechtern, Rang fünf soll bestätigt werden. Allerdings sollte allen im Umfeld klar sein, dass das sehr schwer werden wird."

Der SV Olympia hat zwar lediglich zwei Abgänge zu verkraften, diese wiegen aber schwer. Torwart Martin Engelmann hat den Verein in Richtung Landesligist SV Stahl Thale verlassen. Routinier und Abwehrchef Stephan Hlady hat seine aktive Karriere beendet. Für Trainer Wilhelm ist klar: "Das ist nicht zu kompensieren, es wird ganz schwer, diese Spieler zu ersetzen."

Neu im Team sind Joe Köhler (eigener Nachwuchs), Julian Matlach vom FSV 1920 Sargstedt, André Eggert vom SV Fortuna Dingelstedt sowie der junge Franz Hentschel. Er kommt aus dem Nachwuchs des VfB Germania Halberstadt und hat in der abgeschlossenen Saison in der Regionalliga der B-Junioren gespielt. Hier ließ Wilhelm, der selbst viele Jahre für die Germania in Halberstadt aktiv am Ball war, seine alten Kontakte spielen. "Man kennt ja seine Pappenheimer", so der SVO-Coach mit einem zwinkernden Auge. Danach macht er deutlich, dass man auch regional zusammenhalten will. "Die Vereine im Kreis können voneinander profitieren. Wir geben den jungen Fußballern Einsatzzeiten, so dass sie sich stetig weiterentwickeln können."

Wilhelm sieht seine Mannschaft im Mittelfeld mit den Neuzugängen besser aufgestellt. "Wir sind dadurch technisch gestärkt." Viel wird auf die Ideengeber im Team ankommen. Hier nehmen Stephan Krull und Kapitän Sebastian Stosch die Vorreiterrolle an. Beide können mit ihren Pässen und ihren technischen Möglichkeiten ein Spiel zum Positiven entscheiden.

Wer kämpft mit dem SV Olympia um die Tabellenplätze im oberen Drittel? Uwe Wilhelm: "Ich denke unsere direkte Konkurrenz kommt aus Wulferstedt, Staßfurt, Hadmersleben und auch der Aufsteiger aus Langenstein könnte hier mitmischen." Um den Meistertitel und damit den Aufstieg spielen laut Wilhelm der Blankenburger FV und der SV Westerhausen - "ganz klar".

Auch zu den möglichen Abstiegskandidaten hat Wilhelm eine Antwort, wenngleich es ihm schwer fällt, dies einzuschätzen. "Der Aufsteiger SV Darlingerode/Drübeck ist meiner Meinung nach schwer einzuordnen, mal sehen, wo sie sich platzieren. Ich würde Eintracht Osterwieck und den SV Hötensleben wahrscheinlich eher im unteren Tabellenbereich sehen."

Die Testspiele des SVO verliefen bisher recht durchwachsen. Im Sportpark gab es ein 0:6 gegen Landesklasse-Rückkehrer SV Langenstein. "Da hat die Einstellung überhaupt nicht gepasst", blickte Wilhelm zurück, "danach wurden aber auch Konsequenzen gezogen". Gegen den Hessener SV setzte man sich 2:1 durch. Gegen Landesligist VfB Germania II zeigte Schlanstedt eine richtig gute erste Halbzeit (0:1), musste danach aber die Stärken des VfB anerkennen (1:6). "Das ist eine richtig gute Mannschaft", lobte Wilhelm den Kontrahenten. Das vorerst letzte Testspiel bestreitet der SV Olympia am kommenden Sonnabend in Klein Wanzleben (15 Uhr).

Taktisch wird das viertbeste Defensivteam der letzten Serie mit einem 4-4-2 aufspielen. "Im Gegensatz zum letzten Jahr müssen wir aber ab sofort mehr nach vorne machen, wir haben viel zu wenige Tore erzielt", richtet Wilhelm den Blick in Richtung Saisonstart.

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